"Sabich" – ein Sandwich mit Raffinesse © Angelika Schwaff

Sabich: Ein Stück Irak im Brot

Geflüchtete brachten das Sabich aus dem Irak nach Israel. Dort wurde es weiterentwickelt – zu einem herzhaft-süßen Sandwich mit frittierten Auberginen und Mangosoße.
Ein Rezept von

Sandwiches gibt es im Nahen und Mittleren Osten wie Sand am Meer. In Westeuropa kennen wir vor allem das Falafel-Sandwich. Doch die Auswahl könnte viel größer sein, das Prinzip ist nämlich immer ähnlich: Pita, ein Fladenbrot, wird bestrichen mit Hummus, gefüllt mit einer meist frittierten, vegetarischen Zutat, dazu frischer Salat und nach Belieben Kräuter, Sauce und Zwiebeln.

Beim Sabich kommt allerdings etwas mehr Raffinesse ins Spiel. Frittierte Aubergine, hartgekochte Eier und eine Mangosoße sorgen für eine köstliche Mischung aus salzig, herzhaft und süß. Das Rezept für Sabich brachten jüdische Iraker auf ihrer Flucht in das damals neu gegründete Israel. Die Zutaten ließen sich einfach vorbereiten und kalt essen, ideal für den Sabbat, an dem nicht gekocht wird. Die Israelis fanden Gefallen an der Kombination, packten sie in ihre geliebte Pita und verkauften das Sandwich als Streetfood.