Aperol schmeckt auch im Winter. © Sarah Golbaz

Heißer Aperol mit Mandarine: Sommergetränk im Wintermantel

Aperol gehört in den Sommer? Nicht, wenn man ihn jahreszeitengerecht serviert. Im Winter natürlich ohne Eiswürfel, dafür mit Rosmarin und doppelter Mandarinendosis.
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Diejenigen, die dem Sommer und mit ihm einem Aperol Spritz in der Sonne hinterhertrauern, sollten lieber nach vorne schauen. Denn im Winter schlägt die Stunde des heißen Aperols. Als Basis funktioniert hier der berühmte Marken-Bitterlikör genauso wie alkoholfreie Varianten. Die Geschmackskomponenten, die ihn ausmachen, habe ich im Rezept selbst wieder aufgegriffen: Die Bitterorange wird durch Mandarine, die herben Noten des Bitters durch Rosmarin ergänzt.

Wer die englische marmelade, den Fruchtaufstrich aus Zitrusschalen und Fruchtfleisch, selbst kochen möchten, dem würde ich empfehlen, die Mandarinenschale mit dem Sparschäler abzuschälen, damit die bittere weiße Schale nicht mitgekocht wird. Wer mag, mischt außerdem den Abrieb der aromatischen japanischen Yuzu-Zitrone, einer Kreuzung zwischen Zitrone und Mandarine, oder Kumquats unter. Dann zusammen mit dem Fruchtfleisch zu einer sirupähnlichen Marmelade verkochen. Im asiatischen Supermarkt gibt es alternativ fertige Yuzu-Marmelade als Honig-Zitronen-Tee zu kaufen, die dem heißen Aperol ebenfalls das gewisse Extra verleiht. Wer lieber mit Allbekanntem arbeitet: Alternativ passt auch ein anderes Süßungsmittel wie Zuckersirup oder Honig.