Einfach mal friedlich daliegen – ein Traum für Mutter und Kind © AFP/​Getty Images

Schlafprobleme bei Kindern: So hat die ganze Familie ruhige Nächte

Wenn Babys nachts immer wieder aufwachen, macht das nicht nur sie unleidlich, auch Eltern kommen an ihre Grenzen. Wie man dem Schlafrhythmus seiner Kinder gerecht wird. Von
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Ein Rascheln, ein Umdrehen, ein Bettknarzen – und sofort ein leises Weinen. Das Baby ist wieder wach, der kurze Fluchtversuch ins Wohnzimmer ist gescheitert. Schnell seine Hand nehmen, trösten, über den Kopf streicheln. So erinnert sich Sarah Borufka an das erste Jahr mit ihrem Sohn. Damals gingen die 38-jährige Berlinerin oder ihr Freund, der Vater, deshalb jeden Abend um 18 Uhr gemeinsam mit ihrem Baby schlafen – und blieben die ganze Nacht bei ihm liegen.

Ihr Sohn Jascha schlief von Anfang an schlecht, erzählt die Mutter heute. Er sei immer wieder aufgewacht und habe bis zu einer Stunde geschrien, aus Schreck vor dem plötzlichen Erwachen und Alleinsein, auch wenn dann gleich wieder jemand kam und sich neben ihn legte. "Irgendwann haben mein Freund und ich dann aufgegeben und uns abgewechselt, damit er, wenn er aufwacht, nicht alleine ist. " Manchmal schrieb das Paar sich Textnachrichten. "Um kurz miteinander zu kommunizieren, oder um uns abzuwechseln, wenn einer aus dem Schlafzimmer auf die Toilette musste." Für ihre Beziehung und ihre Psyche sei das eine herausfordernde Zeit gewesen, sagt Sarah Borufka. Tagsüber rannte sie bis zu 18 Kilometer durch den Park, um Jascha im stetig schaukelnden Kinderwagen zum Einschlafen zu bringen. Um kurz Ruhe für sich und ihn zu haben. Heute ist Jascha zwei Jahre alt und ein guter Schläfer. Am Ende half ihr eine Expertin, die mit ihrem kleinen Sohn und ihr ein Schlafcoaching absolvierte. "Das war die Rettung", sagt sie heute.