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ADHS bei Erwachsenen: "Für viele Patienten ist die Diagnose eine enorme Erleichterung"

Bei Erwachsenen zeigt sich ADHS anders als bei Kindern. Der Psychiater Julian Hellmann-Regen sagt, nur ein differenzierter Blick auf die Störung kann wirklich helfen. Interview:
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ADHS kennen die meisten vor allem als Zappelphilipp-Syndrom bei Kindern. Doch auch viele Erwachsene leiden an der Krankheit – mitunter ohne es zu wissen. Der Psychiater Julian Hellmann-Regen leitet an der Berliner Charité eine Spezialambulanz für ADHS im Erwachsenenalter. Er erklärt, worunter Betroffene leiden, ob man die Erkrankung selbst erkennen kann und warum er neue Patienten fragt, ob sie schon mal Kokain genommen haben.

ZEITmagazin ONLINE: Herr Hellmann-Regen, der Andrang auf Ihre Spezialambulanz für Erwachsene mit ADHS ist so groß, dass sogar die Warteliste für neue Patientinnen und Patienten geschlossen ist. Bekommen Menschen mit ADHS in Deutschland die Hilfe, die sie brauchen?