Dreiecksbeziehung: Lexikon der Liebe: Ménage-à-trois

© Tina Gutierrez/​plainpicture
Aus der Serie: Lexikon der Liebe ZEITmagazin Nr. 8/2022

Die Serie "Lexikon der Liebe" bietet Leserinnen und Lesern Platz, ihre Liebesgeschichten zu erzählen.

Ullie*, 65: "Mit 16 war ich 1972 für ein paar Tage in Paris bei einem Ehepaar, Freunden meiner Eltern. Regine, die Ehefrau, damals 34, nahm mich mit zu einer Ausstellung, die gerade aufgebaut wurde. Dort sah ich ihn zum ersten Mal: Maître Jean-Claude Bobin. Schwarzes schulterlanges Haar, weißer Kittel und Augen, die wie Feuer sprühten und sich mir sofort ins Herz senkten. Er war Maler und Regines Liebhaber. Zwischen ihm und mir war ein Sternennebel, eine Explosion. Es war der Beginn einer Ménage-à-trois im Verborgenen, denn es gab ja auch noch den Ehemann von Regine. Aber ich war Schülerin, kurz vor dem Abitur, und musste nach Deutschland zurück.