Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) im Laufe des Mittwochs 20.407 Neuinfektionen gemeldet. Das sind etwa 3.900 Fälle weniger als vor einer Woche, als das RKI 24.300 Neuinfektionen innerhalb eines Tages verzeichnete. Die Zahlen sind jedoch wegen der Meldepause über die Osterfeiertage weiter unzuverlässig und verzerrt. So ergaben Recherchen von ZEIT ONLINE, dass am Mittwoch nur 336 von 401 Kreisämtern – das entspricht knapp 84 Prozent – überhaupt neue Zahlen veröffentlichten. Am Ostermontag übermittelten sogar nur 234 ihre Statistiken.

Nach Recherchen von ZEIT ONLINE, die auf den direkten Angaben der Kreise basieren und deshalb von denen des RKI abweichen können, registrierten die Gesundheitsämter binnen 24 Stunden 15.107 neue Infektionen mit Covid-19. Das sind 5.272 Fälle mehr als am Dienstag mit 9.677 Infektionsfällen und 5.923 weniger als am Mittwoch vor einer Woche. Die Ämter erfassten demnach 293 neue Tote an einem Tag. Das RKI registrierte 306 weitere Menschen, die an oder mit dem Virus gestorben sind.

Viele Nachmeldungen der vergangenen Tage stehen weiter aus. Repräsentative Aussagen über Inzidenzwerte werden erst ab Mitte April wieder möglich sein, da diese sich immer auf die Fallzahlen einer gesamten Woche beziehen.

Dem RKI zufolge lag der Sieben-Tage-Inzidenzwert, der die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner widerspiegelt, am Donnerstagmorgen bundesweit bei 105,7. Am Vortag hatte das RKI die Inzidenz mit 110,1 angegeben.

Bayern war den Daten von ZEIT ONLINE nach das Bundesland mit den meisten neuen Infektionsfällen. Dort gab es 2.795 bestätigte Positivtests. Baden-Württemberg verzeichnete 2.630 und Nordrhein-Westfalen 2.316 Fälle.

In zwölf Stadt- und Landkreisen wurden demnach keine neuen Infektionen verzeichnet – am Vortag waren es 36 Kreise. Die meisten Neuinfektionen pro Tag wurden mit 545 in Berlin gezählt, gefolgt von Hamburg (306) und der Stadt München (240).  

Den Zahlen von ZEIT ONLINE zufolge registrierten die Kreise in Nordrhein-Westfalen die meisten neuen Toten (47). In Bayern waren es 38 und in Baden-Württemberg 35. Die Region Hannover verzeichnete mit zwölf Fällen die meisten neuen Toten unter den Stadt- und Landkreisen. Berlin und München folgten mit je acht neuen Fällen und die Kreise Mittelsachsen und Greiz mit je sieben.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie mehr als 2,93 Millionen nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2,63 Millionen an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg demnach auf 77.707.

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Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes sind falsche Infektionszahlen vom Vortag genannt worden. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.