Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 72.252 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das sind 15.046 Fälle weniger als am Samstag vor einer Woche, als 87.298 Corona-Infektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 544,0 von 553,2 am Vortag. 184 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

Auch die von ZEIT ONLINE recherchierten Daten zeigen einen abnehmenden Trend bei den Neuinfektionen. Demnach wurden 80.258 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Das sind 15.194 Fälle weniger als vor einer Woche. 229 Menschen starben laut den ZEIT-ONLINE-Daten an oder mit dem Coronavirus; 30 mehr als in der Vorwoche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 597. Im Wochentrend hat sie um rund 28 Prozent abgenommen. 

Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen von einer hohen Zahl nicht vom Robert Koch-Institut (RKI) erfasster Fälle aus – wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen. Vergleiche sind deshalb nur eingeschränkt möglich.

Die Zahlen von ZEIT ONLINE basieren auf den direkten Angaben der Landkreise und sind daher weniger von Verzögerungen in den Meldeketten betroffen als die des RKI. Sie können entsprechend von ihnen abweichen.

Die Experten des Science Media Centers (SMC) bestätigen, dass sich die epidemiologische Lage weiter entspannt. In ihrem wöchentlichen Bericht erläutern sie, dass mit dem Rückgang der Inzidenz auch eine niedrigere Testpositivrate der PCR-Tests einhergeht. Von vorher 52,3 Prozent sank sie nun auf 43 Prozent. 

In den Krankenhäusern macht sich die Abflachung des pandemischen Geschehens ebenfalls bemerkbar, die Zahl der mit Covid-19-Fällen belegten Betten ist ebenfalls rückläufig. Da die Inzidenz bei der Risikogruppe der Menschen ab 60 ebenfalls weiterhin sinkt, sei davon auszugehen, dass die Belegung der Intensivstationen künftig weiter zurückgehen wird. Die Hospitalisierungsrate ist im Wochenvergleich um 16 Prozent gesunken. 

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Betrachtet man das Infektionsgeschehen auf Länderebene, führt Nordrhein-Westfalen nach den Daten von ZEIT ONLINE mit 16.441 gemeldeten Fällen die Statistik an. Bayern folgt mit 14.746 Neuinfektionen, dahinter Niedersachsen mit 10.342, Baden-Württemberg mit 8.349 und Hessen mit 7.796 Fällen. 

In der Hansestadt Hamburg wurden 3.426 Ansteckungen an die zuständigen Behörden gemeldet, die meisten auf Kreisebene. Berlin verzeichnete 2.186 Fälle, München 1.637 und die Region Hannover 1.568. Zudem gab es in 14 Kreisen heute keine neuen Infizierten, die an Kreisämter, Gesundheitsministerium oder RKI übermittelt wurden.