Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 61.859 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet.  Vor einer Woche waren es 72.252 registrierte Ansteckungen. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 477. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 485 gelegen. Zudem hat das RKI 144 Todesfälle an einem Tag registriert. Vor einer Woche waren es 184.

Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Recherchen von ZEIT ONLINE zufolge haben die Gesundheitsämter 67.392 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet – 12.914 weniger als vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt somit bei 536. Im Vergleich zum Vorwochentag ein Rückgang um zehn Prozent. Weitere 164 Menschen sind mit oder an einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Am vergangenen Freitag waren 229 Todesfälle übermittelt worden.

Die Zahlen von ZEIT ONLINE basieren auf den direkten Meldungen der Behörden und Kreisämter. Sie sind somit weniger von Nachmeldungen betroffen als etwa die des RKI und können dadurch von ihnen abweichen.

Neben den Infektionen und Todesfällen ist auch die Zahl der Intensivpatientinnen und -patienten zurückgegangen. Den Daten von ZEIT ONLINE zufolge liegen derzeit 979 Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung auf Intensivstationen – das entspricht einer bundesweiten Auslastung von vier Prozent der Intensivbetten. Im Vergleich zum Vorwochentag ist das ein Rückgang um zwölf Prozent. Die Hospitalisierungsrate liegt bei 3,9, was 3.248 Klinikaufnahmen pro Woche entspricht. Sie ging im Vergleich zum Vorwochentag um neun Prozent zurück.

Die meisten Neuinfektionen wurden ZEIT ONLINE zufolge mit 13.950 Fällen aus Nordrhein-Westfalen übermittelt. Dahinter folgen Bayern mit 12.971 und Niedersachsen mit 8.912 Fällen. Innerhalb der Städte und Kreise meldete Berlin (2.471) die meisten Infektionen. Hamburg übermittelte 2.124 und München (Stadt) 1.236.

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In Nordrhein-Westfalen starben mit 34 Todesfällen auch die meisten Menschen in Verbindung mit der Viruserkrankung. Auch Bayern registrierte 34 Tote. In Niedersachsen starben 22 und in Rheinland-Pfalz 15 Menschen. Die nordrhein-westfälische Stadt Recklinghausen verzeichnete mit neun Fällen die meisten Toten auf Städte- und Kreisebene. In Berlin starben acht und in München (Stadt) sieben Menschen.

In 13 Kreisen wurden zuletzt keine neuen Infektionen gemeldet. Am Vortag waren es zehn. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland wurden nach ZEIT ONLINE Recherchen somit 25.739.278 Infektionen nachweislich registriert. 137.862 Menschen sind mit oder an einer Covid-19-Erkrankung gestorben. 75,8 Prozent der Bevölkerung sind zweimal geimpft worden – 77,6 Prozent haben mindestens eine Impfung erhalten. 59,5 Prozent gelten als geboostert. Zudem sind 5,5 Prozent bereits vierfach geimpft.

Corona-Quarantäne - Isolationspflicht wird auf fünf Tage verkürzt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat dabei die Freitestung dringend empfohlen – aber nicht angeordnet. Grund sei der kurze Verlauf der vorherrschenden Variante.