Das Robert Koch-Institut (RKI) hat binnen eines Tages 78.022 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Vor einer Woche waren es 55.889 Ansteckungen. Das entspricht einem Anstieg um 40 Prozent im Vorwochenvergleich.

Der Wert stimmt im Wesentlichen mit von ZEIT ONLINE recherchierten Daten überein. Demnach meldeten die Gesundheitsämter binnen eines Tages 79.743 Neuinfektionen mit dem Coronavirus, 20.088 mehr als vor einer Woche. Damit erreicht die Sieben-Tage-Inzidenz einen Höchstwert von 514; gestern hatte sie noch bei 489,8 gelegen. 235 Menschen starben am Freitag mit oder an dem Coronavirus, 33 weniger als in der Vorwoche.

Die Zahlen von ZEIT ONLINE sind eigens auf Basis der Angaben von Landkreisen recherchiert und daher weniger von Verzögerungen in den Meldeketten betroffen als etwa die des Robert Koch-Instituts. Sie können daher von diesen abweichen. Die aktuellen Inzidenzen sind auch im Allgemeinen nur bedingt mit denen aus vorigen Wellen vergleichbar.

Durch den Effekt der Impfungen führen mehr Infektionen nicht mehr im gleichen Maß wie früher zu einer Zunahme der Schwerkranken. Die Situation in den Kliniken bleibt dennoch angespannt: Beispielsweise fehlen vielerorts Pflegekräfte oder Klinikmitarbeiter müssen in Quarantäne. Dies kann dazu führen, dass weniger Menschen versorgt werden können. Es ist anzunehmen, dass die Zahlen zudem wegen der deutlich ansteckenderen Omikron-Variante in den kommenden Tagen weiter steigen werden.

Laut der Recherchen von ZEIT ONLINE liegen derzeit 2.959 Covid-19-Patientinnen und -Patienten zur Behandlung auf Intensivstationen. Das bedeutet im Wochenvergleich einen Rückgang von 14 Prozent. Zwölf Prozent der Intensivplätze sind mit Covid-19-Erkrankten belegt.

Die meisten Neuinfektionen verzeichnete Recherchen von ZEIT ONLINE zufolge das Bundesland Nordrhein-Westfalen. Binnen eines Tages meldeten die Behörden hier 16.955 neue Corona-Fälle. Dahinter liegen Bayern mit 12.214, Baden-Württemberg mit 9.908 und Hessen mit 7.603 Neuinfektionen. Berlin meldete 7.240 neue Fälle. Hamburg erreichte mit 3.841 Corona-Fällen einen Höchstwert.

Die meisten Todesfälle verzeichnete das Bundesland Sachsen. Hier starben binnen eines Tages 40 Menschen mit oder an dem Coronavirus. Dahinter liegen Thüringen mit 33 und Baden-Württemberg mit 31 Todesfällen. Bayern meldete 26 Corona-Tote, Nordrhein-Westfalen 19.

Bei den Städten und Landkreisen meldete den Recherchen von ZEIT ONLINE zufolge Berlin die meisten Neuinfektionen. Hier verzeichneten die Behörden 7.240 neue Corona-Fälle binnen eines Tages. Die Zahlen seien wegen technischer Störungen jedoch unvollständig, teilte der Senat mit. Dahinter liegen Hamburg mit 3.841, München mit 2.360 und Frankfurt am Main mit 1.668 Neuinfektionen. Bremen registrierte 1.515 neue Fälle. Neun Kreise meldeten am Freitag keine Neuinfektionen mit dem Coronavirus.

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Die meisten Todesfälle verzeichnete die Stadt Görlitz. Hier starben binnen eines Tages zwölf Menschen mit oder an dem Coronavirus. Im Harz gab es elf neue Todesfälle, Zwickau und Saalfeld-Rudolstadt meldeten jeweils acht. Bautzen meldete sieben Corona-Tote.

Omikron-Welle - Hört das denn nie auf? Die fünfte Welle ist unausweichlich. Gegen Omikron braucht es mehr als Boostern, Impfen und 2G. Warum wir aber nicht bei null anfangen und wie die Pandemie enden wird © Foto: ZEIT ONLINE/​Matthias Hecht, Max Boenke