Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) im Laufe des Mittwochs 12.382 Neuinfektionen und 72 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind mehr als am Mittwoch vor einer Woche, als das RKI 11.644 Neuinfektionen und 68 Tote bekannt gegeben hatte.

Nach direkten Recherchen von ZEIT ONLINE in allen deutschen Landkreisen erfassten die Ämter binnen eines Tages 11.863 Neuinfektionen mit dem Coronavirus und 80 neue Todesfälle. Das sind 360 neue Fälle mehr und zwei Todesfälle weniger als am vergangenen Mittwoch.

Die Zahlen von ZEIT ONLINE basieren auf den direkten Angaben der Landkreise und sind dadurch weniger von Verzögerungen in den Meldeketten betroffen als die Werte des Robert Koch-Instituts. Entsprechend können die beiden Statistiken voneinander abweichen.

In den vergangenen sieben Tagen hat es laut der Recherchen von ZEIT ONLINE bundesweit 59.087 Neuinfektionen gegeben, was einer Inzidenz von 71,1 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner und Woche entspricht. Der Wert ist um sechs Prozent höher als am vergangenen Mittwoch, als die Inzidenz bei 67,2 lag.

Das RKI meldete am frühen Donnerstagmorgen eine bundesweite Inzidenz von 67,0. Die aktuellen Inzidenzen sind allerdings nur bedingt mit denen aus der ersten und zweiten Welle vergleichbar. Weil mehr Deutsche geimpft sind, führen mehr Infektionen nicht mehr im gleichen Maß zu einer Zunahme der Schwerkranken. Es müssen bei gleichen Inzidenzen gegenwärtig deutlich weniger Menschen ins Krankenhaus, auf die Intensivstation oder sterben.

Die meisten Neuinfektionen gab es demnach in Bayern, wo sich 2.778 Menschen infizierten. 2.032 neue Fälle sind es in Baden-Württemberg und 1.546 in Nordrhein-Westfalen gewesen. Die meisten Todesfälle verzeichneten Bayern, wo 21 Menschen mit Covid-19 starben, und Nordrhein-Westfalen mit 19 neu erfassten Todesfällen.

Auf Stadt- und Kreisebene meldete Berlin die meisten neuen Fälle, dort haben die Gesundheitsämter 662 Neuinfektionen registriert. In München sind es 241 neue Fälle gewesen, in Hamburg 225. Das bayerische Starnberg, Hamburg, Düsseldorf und der Saale-Orla-Kreis in Thüringen verzeichneten jeweils drei Todesfälle.

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Mit 112,9 ist die Inzidenz in Thüringen am höchsten und in Schleswig-Holstein, wo sie bei 27,6 liegt, am niedrigsten. Der Kreis mit der höchsten Inzidenz ist das Berchtesgadener Land in Bayern mit einem Wert von 271,8, am niedrigsten ist sie mit 12,3 in Schleswig-Flensburg.

Eine dreistellige Inzidenz melden momentan 81 und damit knapp jeder fünfte Kreis, eine Inzidenz unter dem Wert von 50 mit 145 mehr als ein Drittel der Kreise. In den vergangenen 24 Stunden hat es in 13 Kreisen keine neuen Fälle gegeben.

Seit Pandemiebeginn haben sich bundesweit nachweislich 4.341.473 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 94.833 Covid-Erkrankte sind gestorben. 1.400 Patienten mit Covid-19 müssen aktuell auf Intensivstationen behandelt werden, knapp drei Prozent mehr als in der Vorwoche. 57,1 Millionen Menschen (68,6 Prozent der Bevölkerung) sind bislang nur einmal geimpft worden, 54,4 Millionen Menschen (65,4 Prozent) haben den vollständigen Impfschutz.

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