Deutschlands Impfmaschine gerät ins Stottern. Dabei gibt es inzwischen mehr als genug Impfstoff. Der Mangel daran hatte die Impfungen über viele Monate hinweg gebremst. Inzwischen hat sich das umgedreht: Es gelingt derzeit nicht, so viel zu verimpfen wie geliefert wird. Der Rückstau wächst.

Nachdem die Kampagne im Juni zunächst noch ihr Tempo erhöht hatte und das Robert Koch-Institut (RKI) am 9. Juni mehr als 1,4 Millionen verabreichte Dosen meldete, sind die Werte inzwischen seit mehr als zwei Wochen rückläufig. Hatten Impfzentren und Arztpraxen vorher jeden Tag im Mittel 850.000 Dosen verabreicht, sind es inzwischen nur noch 700.000 Dosen. Zur Veranschaulichung: Wo Mitte Juni sechs Impfstraßen in Betrieb waren, sind es jetzt rein rechnerisch nur noch fünf.