Mexiko hat innerhalb eines Tages einen Rekord von 8.400 neuen Coronavirus-Infektionen verzeichnet. Landesweit sind nun mehr als 370.000 Infektionen nachgewiesen, was Mexiko zu dem am viertschwersten von der Pandemie betroffenen Land weltweit macht. In Kolumbien sind in einem Zeitraum von 24 Stunden 315 Todesfälle infolge des Coronavirus gemeldet worden. Bislang waren es durchschnittlich 206 Todesfälle täglich, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Die Bürgermeisterin von Bogotá hat aufgrund des starken Anstiegs verschärfte Corona-Maßnahmen angekündigt. In der Hauptstadt seien die Krankenhäuser bereits zu mehr als 91 Prozent belegt. In Kolumbien sind seit Beginn der Pandemie mehr als 7.600 Todesfälle registriert worden. Mehr als 220.000 Infektionsfälle sind bekannt.

Costa Rica hingegen will ab dem 1. August wieder Touristen aus der EU einreisen lassen. Die ersten Besucherinnen und Besucher seien Passagiere von Flügen aus Madrid und Frankfurt, teilte das Präsidialamt mit. Einreisen dürften Personen, welche einen negativen Coronavirus-Test nachweisen können, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Zur langsamen Wiedereinsetzung des Tourismus werde zunächst weniger als ein Prozent des vor der Krise üblichen Volumens an Flügen gestattet. Die weiteren Schritte hingen von dem Verlauf der Pandemie ab, allerdings sollen in den folgenden Monaten auch Einreisen aus Kanada und Großbritannien erlaubt werden. Zusätzlich sollen ab dem 1. August auch Surfen und andere Freiluftaktivitäten gestattet sein.  

Brasilien bleibt Brennpunkt der Krise

In Costa Rica wurden bisher 13.129 Coronavirus-Infektionen registriert. In Lateinamerika gehört das Land zu den weniger von der Pandemie betroffenen Staaten. Brasilien hingegen ist einer der Brennpunkte der Krise. Das Gesundheitsministerium hat am Donnerstagabend 59.961 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit sind im größten und bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas bisher 2.287.475 Fälle registriert worden, 84.082 Menschen sind infolge des Virus gestorben.

Nach Expertenmeinung könnten die Zahlen noch höher liegen, da in Brasilien wenig getestet wird. Die brasilianische Regierung hat die Pandemie seit Beginn verharmlost. Präsident Jair Bolsonaro sagte, dass eine Infektion nicht vermieden werden könne, außer in extremer Isolation: "Wer in der Gesellschaft lebt, wird das Virus früher oder später bekommen. In dieser Hinsicht kann man den Tod nicht vermeiden."

Bolsonaro hatte vor zwei Wochen gesagt, dass er positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Nach Informationen des Kommunikationsministeriums vom Mittwoch war er ein weiteres Mal positiv getestet worden. Brasilianische Medien berichteten, dass er sich ohne Schutzmaske auf dem Gelände des Präsidentensitzes mit Angestellten unterhalten hatte.