Die britische Notenbank hebt wegen der hohen Inflation erneut den Leitzins an. Dieser steige um 0,25 Prozentpunkte auf 1,0 Prozent, teilte die Bank of England nach der Sitzung des geldpolitischen Ausschusses MPC in London mit.

Analysten hatten den Schritt mit großer Mehrheit erwartet. Die Inflation ist zuletzt auf sieben Prozent gestiegen. Damit liegt sie deutlich über dem mittelfristigen Zielwert der Notenbank von zwei Prozent.

Nach der vierten Zinsanhebung in der Corona-Pandemie liegt der Leitzins im Königreich nun so hoch wie zuletzt 2009. Eine erste geldpolitische Straffung hatten die Währungshüter Ende vergangenen Jahres vorgenommen, weitere Schritte folgten im Februar und März.

Am Vorabend hatte die US-Notenbank Fed den Leitzins auf eine Spanne zwischen 0,75 und 1,0 Prozent erhöht. Die Anhebung um einen halben Prozentpunkt war die stärkste seit 22 Jahren. Zudem schloss die Fed weitere Erhöhungen nicht aus – sie seien "angemessen". Die Inflation in den USA erreichte zuletzt ein 40-Jahreshoch von 8,5 Prozent.