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: Schlesien

Buchempfehlungen: Die Sachbuchbestenliste für April

Deutsch-russische Verhältnisse, ein philosophisches Quartett und Wut als Motor des Fortschritts. Das sind unsere Sachbuchempfehlungen für den kommenden Monat.

Christopher Clark: "Preußen war ein europäischer Staat, bevor er ein deutscher wurde"

Einerseits tolerant, andererseits militaristisch: der Historiker Christopher Clark über den Staat Preußen, den viele Deutsche bis heute nicht richtig verstehen

Szczepan Twardoch: Im Zauber der Sinnlosigkeit

Eine Offenbarung: In "Demut" erzählt Szczepan Twardoch vom kalten Rausch des Ersten Weltkriegs. Dieses Buch ist kein Thesenroman

Polnisch-belarussische Grenze: Die Hölle von Białowieża

Im Urwald an der belarussischen Grenze zur EU versuchen Tausende, Kälte und Hunger zu entkommen. Ihre Wahl lautet: Schleuser oder Pushback? Ein Blick ins Sperrgebiet

Polen: Unter Tage steigt das Ansteckungsrisiko

Enge Stollen, viele Menschen in Transportkabinen: Das Kohlerevier in Schlesien ist Corona-Hotspot. Die Pandemie bedroht die Zukunft des ohnehin angeschlagenen Bergbaus.

FPÖ-Affäre: "So sind wir nicht"

Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen wünscht sich nach dem Ibiza-Video einen "Neuaufbau des Vertrauens in die Politik". Aber wie kann der aussehen?

"Unreife Früchte": Wie groß und nah die Welt noch war

Als Erwachsener aus der Perspektive eines Kindes zu erzählen ist schwer. Der Schriftstellerin Wioletta Greg glückt es in dem autobiografischen Roman "Unreife Früchte".

Klaus Töpfer: "Was Sie Schwachsinn nennen, daran war ich beteiligt"

Umweltpolitik ist kräftezehrend? Nicht für Klaus Töpfer: Er könnte das Reden anderen überlassen, stattdessen kämpft er für die Natur und sucht Endlager für Atommüll.

Flucht: Heimat ist, was fehlt

Wenn die Großeltern im Krieg flüchten mussten, spüren wir Enkelkinder das noch. Diesem Trauma müssen wir uns stellen, denn wir können daraus für die Gegenwart lernen.

Denkmäler: Weg mit Bismarck

Ob Robert E. Lee, Napoleon oder Bismarck: Es hat keinen Sinn, sich vor der eigenen Geschichte zu verstecken, indem man Statuen plattmacht.

"Die Kirschendiebin": Gegen die West-Norm

Helga Schütz ist eine Chronistin der DDR, ohne Ost und West gegeneinander auszuspielen. Ihr Roman "Die Kirschendiebin" spiegelt die große Geschichte im Privaten.

Brexit: Ja, auch Sie werden leiden

Bankrotte Regionen, verarmte Krankenhäuser, überfüllte Gefängnisse: Der Brexit wird alle in Europa treffen. Und niemand übernimmt die Verantwortung für den Schlamassel.

"Magda macht das schon": Billig und willig

"Magda macht das schon" ist eine klischeegeladene RTL-Serie über eine Altenpflegerin aus Polen. Unsere polnische Autorin hat sie gesehen – und ist überhaupt nicht empört.

Effektiver Altruismus: Die Besserhelfer

Im Waisenhaus Haferbrei kochen? Lohnt sich nicht, sagen effektive Altruisten. Lieber viel Geld verdienen und spenden. Sara studiert darum Mathe statt Literatur.

Goldzug: Gibt es den Nazi-Schatz im Berg?

"O Zug, lass dich endlich bei uns sehen." Seit diesem Gedicht steckt Polen im Goldrausch. Ein Zug aus der NS-Zeit voller Reichtümer, verschüttet in einem Tunnel.

Holocaust: "Morgens 7 Uhr Gestapo bei uns"

Den Beginn des grausamen Massenmordes sahen die Nationalsozialisten als Generalprobe: Im Oktober 1940 wurden die ersten Juden deportiert – zunächst noch ins Ausland.

Schlesien: Hollywood liegt in Polen

Ist in Wałbrzych ein Schatz aus der NS-Zeit verschüttet? Ziemlich sicher? Alles Unsinn? Egal: Was Touristen und Journalisten anlockt, ist der Plot eines Abenteuerromans.

Heidenau: Nichts wie weg!

Die Bürger des Ostens sind besorgt. Der Blutdruck ist hoch, die Leberwerte schlecht, vor der Tür lauern der Syrer, der Nigerianer und Sigmar Gabriel. Die Rechtskolumne

Kriegsende: Stunde Null mit Raserei, Grauen und unbändiger Lebensfreude

Triumph und Niederlage, Hass und Hilfsbereitschaft: Das Kriegsende 1945 war nicht nur ein globaler Epochenbruch – es war auch die Zeit großer, widersprüchlicher Gefühle.

Migration: Flüchtlinge haben Deutschland nie bedroht, sondern aufgebaut

Wer gegen Einwanderung demonstriert, verdrängt die eigene Migrationsgeschichte. Nach dem Krieg hat Deutschland Millionen Vertriebene aufgenommen und von ihnen profitiert.

Erster Weltkrieg: Alle freuen sich, dreinzuschlagen

Das Deutsche Tagebucharchiv hat private Aufzeichnungen gesammelt, die zeigen, wie die Deutschen über den Krieg dachten. Hier die Notate aus den ersten Augusttagen 1914.

Kolumne Zeitgeist: Russland verstehen?

Auch im Westen stößt Präsident Putin mit seinem Argument, die Krim sei urrussisches Gebiet, auf Verständnis. Doch das ist zu kurz gegriffen.

Kolumne Fünf vor 8:00: Putins Meisterstück

Beinahe geschmeidig hat der russische Präsident in der Ukraine seinen Machtanspruch demonstriert – der Westen musste zugucken. Doch es gibt Mittel, Putin zu schwächen.

Katholische Kirche: Zweifelhafter Geldsegen im Bistum Köln

Unter Erzbischof Joachim Meisner, der nun in Ruhestand geht, mehrte das Bistum Köln sein Vermögen mit fragwürdigen Investments. Bei den Bedürftigen wurde dafür gespart.

Polen: Auf nach Neu-Amerika

"Nowa Amerika" hat eine Hymne und eine Fahne, ist aber auf keinem Globus zu finden. Das Land liegt auf deutsch-polnischem Grenzgebiet – und ist ein Kunstprojekt.

EM-Stadt Breslau: Wo Miro Klose Fußball spielen lernte

Im boomenden Breslau ist von EM-Stimmung wenig zu spüren. Ganz anders in den nahen Städten Oberschlesiens, der Kaderschmiede des polnischen und des deutschen Fußballs.

Luftverschmutzung: Für Ostravas Kinder ist Atmen lebensgefährlich

Stadt-Smog schädigt Kinder schon im Mutterleib. Christian Rühmkorf hat in Tschechien Menschen getroffen, die für etwas kämpfen, was woanders umsonst ist: frische Luft.

500 Jahre "Der Fürst": Die uralte Anleitung zum Herrschen

Wie gewinnt ein Herrscher Macht? Dieser Frage widmete Niccolò Machiavelli sein Werk "Der Fürst", das heute zu den wichtigsten politischen Büchern der Geschichte zählt.

Siebenjähriger Krieg: Friedrich der Große verlor mit preußischer Disziplin

Mehr als 20 Jahre lang führte Friedrich Krieg. Der König selbst zwang die Soldaten zu eiserner Disziplin. Und doch verlor er die Schlacht von Kunersdorf. Von A. Molitor

Friedrich der Große: Ein Absolutist gibt den Reformer

Landreform, Folterverbot, Religionsfreiheit: Friedrich II. gilt als der fortschrittlichste Herrscher seiner Zeit. Aber war er das wirklich? Von Bruno Preisendörfer

Friedrich der II.: Die Geschichte, das bin ich

Das Friedrich-Jahr beginnt: Ein Gespräch mit dem Biografen Jürgen Luh über die Kriege, die Selbstinszenierung und die Sexualität des Preußenkönigs, der das Risiko liebte.

Französische Revolution: Warum der Geist der Revolution an Deutschland vorbeiging

Europa 1789: Warum sich in Frankreich das Volk erhob - hierzulande aber nicht. Von Alexander Cammann

Friedrich der Große: Genial? Schwul? Nazi?

Zu seinem 300. Geburtstag bewegt Friedrich der Große die Gemüter. In einem Gespräch streiten Historiker um den wahre Charakter des alten Preußenkönigs.

Die Handelsroute "Via Regia": Auf dieser Straße reiste schon Napoleon

Eine große Schau in Görlitz erzählt von der Via Regia – der berühmten Handelsstraße. Sie verband einst West- und Osteuropa miteinander.