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: Ortega y Gasset

Kritisches Denken: Reform der Intelligenz

Wir leben mit denkfaulem Kitsch über Minderheiten, Toleranz und Menschenrechte. Aber es gibt einen Ausweg aus dem Niedergang des Denkens.

Liebe: Die Beziehung als Experiment

Hannelore Schlaffer hat ein kluges Buch über den wunderbaren Schlamassel der intellektuellen Ehe geschrieben. Geht es auch zu dritt? Wer liebt wen? Und wie oft?

Victoria Ocampo: Eine Muse allein unter Männern

Diese Muse trug die argentinische Literatur in die Welt: Victoria Ocampo stand mehr als 40 Jahre lang im heimlichen Zentrum der Kunst und Weltliteratur. Von M. Worthmann

Europawahlen 2009: Warum Europa so wenig sexy ist

Die Europäische Union ist ein großer Erfolg. Doch heute steckt sie in einer tiefen Krise - und nur ein Drittel der EU-Wahlberechtigten will seine Stimme abgeben.

Netzkultur: Das Netz als Feind

Warum der Intellektuelle im Internet mit Hass verfolgt wird.

Mann ohne Glück

Erst nach langer Anlaufzeit von fast einem Jahrzehnt geht Spanien in diesen Wochen daran, seine jüngere Vergangenheit aufzuarbeiten: das Versagen der Monarchie, die Schwäche der zweiten spanischen Republik und das Aufkommen des spanischen Faschismus.

Spanien öffnet sich zur Welt

ZEIT: Herr Ministerpräsident, Spanien war jahrhundertelang der Außenseiter Europas, und sein Verhältnis zu den Vereinigten Staaten war seit 1898, als es die Philippinen, Puerto Rico und Kuba an die Vereinigten Staaten abtreten mußte, von großer Bitterkeit gekennzeichnet.

Vaucansons "Flötenspieler" der "Schreiber" des Pierre Jacquet Droz’ und andere Wunderwerke der Mechanik – das waren die Sensationen des 18. Jahrhunderts. Heute träumen die Ingenieure von "CAD/CAM" und "CIM", der "computerintegrierten Fertigung". Fabrikhallen verwandeln sich in menschenleere Elektronikstudios, alte Berufe sterben aus, neue entstehen: Die Konsequenzen für die Zukunft des Arbeitslebens sind noch gar nicht abzusehen.: Arbeit ohne Menschen

Eine vergnügliche Schar gelenkiger Maschinenwesen versetzte vor zwei Jahrhunderten Volk und Adel in Verzückung. Auf Jahrmärkten und bei Hofe traten sie auf, um mit abgezirkelten, graziösen Bewegungen die Kunststücke vorzuführen, die ihnen ihre Erfinder einmontiert hatten.

Oswald Spengler: Der Untergang des Abendlandes

Dankbarkeit war Spenglers Stärke nicht: Nirgendwo merkt er an, daß bereits 1897, also volle zwei Jahrzehnte vor Abschluß seines ersten Bandes, Ulrich von Wilamowitz-Moellendorf als "Weltperioden" begriffen und beschrieben hat, was dann in "Untergang des Abendlandes" Spengler als angeblich seine Vision von in sich abgeschlossenen, einander durchaus fremden "Kulturen" ausgibt.

Schichtarbeit ist Dauerstreß

Es sehe beileibe nicht so aus, konstatierte der Philosoph Ortega y Gasset düster, als solle es dem Menschen jemals gelingen, sich daran zu gewöhnen, was sein "Dasein zerreibt" und worin er "peinvoll versunken" ist – Arbeit.

Zum 85. Geburtstag des berühmtesten lebenden deutschen Philosophen: In Sachen Heidegger

Heideggers Bedeutung für das Denken der Gegenwart ist nur schwer zu überschätzen, selbst wenn man in Rechnung stellt, daß der anglo-amerikanische Raum nicht nur wegen Übersetzungsschwierigkeiten gegen seine Philosophie spröde blieb (der angelsächsischen Philosophie mit ihrer Betonung logistischer und neopositivistischer Momente muß Heideggers Tiefsinn fremd, ja, überflüssig erscheinen).

Der Mensch im Kosmos

Scheler wurde am 22. August 1874 in München geboren. Er studierte Medizin und Philosophie; habilitierte sich 1902 in Jena, 1907 in München.

ZU EMPFEHLEN

ES ENTHÄLT zehn durch einen historischen Überblick und ein Register ergänzte Kapitel über Spanien, die nicht chronologisch Geschichte oder Kunstgeschichte darbieten, sondern das Land jedesmal unter einem anderen Aspekt (etwa: "Das wilde Spanien", "Die Krieger", "Christus als König") betrachten.

Die Macht des Pentagons

Eine der bedeutsamsten innerpolitischen Entwicklungen des zwanzigsten Jahrhunderts war die Umwandlung der nordamerikanischen Republik in einen militärischen Superstaat.

Diktatur des Publikums?

Der Aufstand der Massen, dessen Auswirkungen der spanische Philosoph Ortega y Gasset so ausdrücklich vor Augen geführt hat, ist in unserer Zeit zuerst im Sport Ereignis geworden.

Waghalsig ist er und besonnen

Mit nie verlöschender Zigarre, Symbol des Erfolgs, Verkörperung des deutschen Familienvaters" – mit nichts kann man Ludwig Erhard größeres Unrecht antun als mit dieser Art kleinbürgerlicher Plakatierung.

Niemandsland der Kameraderie

Daß auch „dort“ – nämlich jenseits des Eisernen Vorhanges – daß auch dort Deutschland erzähle, nun, das ist klar. Aber was wissen wir im wunderlich-wohlhabenden Westen davon, was geistig, was künstlerisch „dort“ vor sich gehen mag, in jenem Nachbarlande, das uns so fern und fremd geworden ist, als trennten uns Ozeane von ihm; mit dem uns ein inländischer Portosatz und eine Sehnsucht und immerhin roch eine Muttersprache, aber sonst nicht allzuviel mehr verbindet; in jenem unglücklich zwischen Ost und West eingeklemmten Nachbarlande, das wir sogar in Verlegenheit sind, beim Namen zu nennen, weil ein solcher eindeutig nicht feststeht – : mal nennen wir’s „die Zone“ und denken uns dabei dies und das, was mit Besatzung zusammenhängt; mal Ostdeutschland, was doch nicht recht stimmen will, weil Ostdeutschland im heutigen Polen liegt; mal Mitteldeutschland, auch ein schreckliches Wort; und mal „die DDR“, was Deutsche Demokratische Republik heißt und uns schon gar nicht einleuchtet, weil wir einen ganz anderen Begriff vom Demokratischen haben .

ZEITMOSAIK

Es gibt viele "Lieben", in denen alles vorhanden ist außer der echten Liebe: Begehren, Neugier, Trotz, Besessenheit, ehrliche Gefühlstäuschung; nur nicht jene warme Bejahung des anderen Seins gleichgültig, wie es sich zu uns verhält.

Mensch und Masse

Schon im Aufstand der Massen (von dem vor kurzem im gleichen Verlag eine erweiterte Neuauflage – 398 S., 14,80 DM – erschienen ist) wurde deutlich, in welchem Maß Ortega vom Problem der Person, von ihrer Gefährdung durch die gewaltige Unperson Masse, von der Anstrengung, die es gilt, ihre Souveränität zu bewahren, fasziniert war.

ZEITMOSAIK

"Der Zeitungs- und Zeitschriftenartikel ist heute eine unentbehrliche Form des Geistes, und wer ihn pedantisch verachtet, hat nicht die geringste Vorstellung von dem, was sich heute geschichtlich abspielt.

Liberalismus – auch heute noch mit realer Chance

Der Bonner Volkswirtschaftler Professor Dr. Heinrich Niehaus, Direktor des Instituts für Agrarpolitik und Marktforschung bei der Landwirtschaftlichen Fakultät der dortigen Universitat, legt nach mehr als zwanzig Jahren des Forsehens, des Lehrens und des öffentlichen Wirkens eine Art Rechenschaftsbericht vor: "Leitbilder der Wirtschafts- und Agrarpolitik in der modernen Gesellschaft" (426S.