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: Nationalsozialismus

Nationalsozialismus: Drei Morde in der Niemandszeit

1945, wenige Tage nach Kriegsende, werden in der badischen Provinz drei Männer getötet. Erst viel später wird deutlich, dass der ganze Ort sich mitschuldig gemacht hat.

Jürgen Trittin: "Mein Vater stand zu seiner verbrecherischen Vergangenheit"

Jürgen Trittin sagt, Putins Krieg ähnele teils dem Vorgehen der Nazis. Das treibt den Grünen um. Sein Vater war SS-Obersturmführer. Ein Gespräch über Verletzlichkeit

Henri Nannen: Von Südstern zum "Stern"

Nach neuen Recherchen begann "Stern"-Gründer Henri Nannen seine Karriere mit Flugblättern im SS-Auftrag. Als Figur eines kritischen Journalismus ist er damit desavouiert.

Kriegserfahrungen: Geschichtsunterricht von den Deutschen

Die Deutschen sind stolz auf ihre Vergangenheitsbewältigung. So sehr offenbar, dass manche den Ukrainern nun Lektionen aus deutschen Kriegserfahrungen erteilen wollen.

Archiv des österreichischen Widerstands: Überlebensmittel Kunst

Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands besitzt eine erstaunliche Kunstsammlung. Doch kaum jemand kennt sie. Nun wird sie endlich erstmals präsentiert.

Nachrichtenpodcast : Putins Nachtwölfe streifen durch Berlin

Während Putin bei der Militärparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Moskau spricht, finden in Berlin Gedenkfeiern statt. Mit dabei: eine prorussische Rockergruppe.

Wladimir Putin: Weiter im Krieg

Wladimir Putins Rede zum 9. Mai war keine eskalierende Kriegserklärung, sondern eine Rechtfertigung – auch der eigenen Verluste. Fraglich ist nur, wie lange das hält.

Wolodymyr Selenskyj: "Wir haben keinen Zweifel, dass wir siegen werden"

Vor 77 Jahren siegten die Alliierten über Nazideutschland. Heute kämpft Russland gegen die Ukraine. Am Tag der Befreiung zeigt sich Selenskyj in den leeren Straßen Kiews.

TV-Ansprache von Olaf Scholz: "Angst darf uns nicht lähmen"

Den 77. Jahrestag des Weltkriegsendes nennt Olaf Scholz einen 8. Mai wie keinen anderen. Heute bedeute die Losung "Nie wieder", die Ukraine gegen Putin zu unterstützen.

Georg Stefan Troller: "Wenn man so lange verachtet wird, verachtet man sich selbst"

Der Filmemacher Georg Stefan Troller wuchs mit dem Gefühl auf, anderen nicht zu genügen. Jetzt ist er 100 Jahre alt. Wie er gelernt hat, mit sich ins Reine zu kommen.

Holocaust: Ist der Tod kein Meister aus Deutschland mehr?

Der Krieg in der Ukraine könnte auch das deutsche Gedenken an den Holocaust verändern. Es braucht Wachsamkeit, um zu verhindern, dass diese Erinnerung nun verdrängt wird.

9. Mai in Russland: Der gekaperte Gedenktag

Der Siegestag über Hitlerdeutschland ist in Russland ein wichtiger Gedenktag, der von der Propaganda vereinnahmt wurde. Könnte er diesmal Putin in Zugzwang bringen?

Internationaler Gerichtshof: Deutschland zieht Klage gegen Italien wegen NS-Entschädigungen zurück

Italienische Gerichte hatten Klagen auf Einzelwiedergutmachung zugelassen – dagegen wollte die Bundesregierung vorgehen. Nun hat Italien das Gesetz offenbar angepasst.

Wladimir Putins 9. Mai: "Russland will den gesamten Westen besiegen"

Ein Gespräch mit dem Moskauer Soziologen Greg Yudin über die Gesellschaft der Lüge, mythische Vereinfachungen und den neuen russischen Faschismus

Internationaler Gerichtshof: Deutschland verklagt Italien im Streit um NS-Entschädigungen

Die Bundesregierung wehrt sich dagegen, dass Italien weiter Klagen auf Einzelwiedergutmachung zulässt. Der Internationale Gerichtshof hatte dies für unzulässig erklärt.

"Die Odyssee": Die Sage von Flucht und Vertreibung

Ihre Familie stammt aus Odessa und musste im 20. Jahrhundert gleich mehrmals fliehen. In dem Animationsfilm "Die Odyssee" verarbeitet Florence Miailhe diese Erfahrungen.

Juden in der Nazizeit: "Erhören Sie, Eure Heiligkeit, den Aufschrei"

Neue Aktenfunde aus den Archiven des Vatikans zeigen: Zahllose verfolgte Juden flehten Papst Pius XII. während der Nazizeit um Hilfe an. Auszüge aus ihren Bittschreiben

Nationalsozialismus: Hinter jedem Namen steckt ein Schicksal

Im Briefkasten einer ehemaligen Schule in Hamburg landet ein altes Poesiealbum. Eine Historikerin macht sich ans Werk – und stößt auf erstaunliche Geschichten.

Mimi Reinhardt: Oskar Schindlers Sekretärin im Alter von 107 Jahren gestorben

Sie tippte jene Liste mit den Namen der Zwangsarbeiter, die Oskar Schindler 1944 vor dem Tod rettete. Jetzt ist Mimi Reinhardt in Tel Aviv gestorben.

Diskriminierung von Sinti und Roma: Bundespräsident bittet Sinti und Roma um Vergebung

Viel zu lange sei der Völkermord an Sinti und Roma nicht anerkannt worden, sagt Frank-Walter Steinmeier. "Zweites Leid" sei ihnen in der Nachkriegszeit angetan worden.

Dina Porat: "Ich glaube an die süße Rache"

Dina Porat ist Chefhistorikerin der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem. Inmitten all der Zeugnisse von Unmenschlichkeit empfindet sie ihre Arbeit als eine Genugtuung.

Ursula Haverbeck: 93-jährige Holocaustleugnerin muss für ein Jahr in Haft

Auf öffentlichen Veranstaltungen und in Interviews hatte Ursula Haverbeck immer wieder den Holocaust geleugnet. Nun wurde sie in Berlin zu einem Jahr Haft verurteilt.

Vaterstädtische Stiftung: Erst Opfer, dann Profiteur

Die Vaterstädtische Stiftung wurde 1849 von Juden gegründet. Die Nationalsozialisten "arisierten" die Institution. Die Stiftung verweigert sich einer Wiedergutmachung.

Christopher Clark: "Preußen war ein europäischer Staat, bevor er ein deutscher wurde"

Einerseits tolerant, andererseits militaristisch: der Historiker Christopher Clark über den Staat Preußen, den viele Deutsche bis heute nicht richtig verstehen

Wladimir Putins Russland: Ja, das ist Faschismus

Die deutsche Politik zögert, Putins Regime als das zu benennen, was es ist: faschistisch. Das ist verständlich, wird der historischen Verantwortung aber nicht gerecht.

Russland: Sergej Lawrow zieht Vergleich zu Nationalsozialismus

Der russische Außenminister hat EU-Politikern vorgeworfen, seinem Land den "totalen Krieg" zu erklären – ein Begriff aus der NS-Zeit. Sie wollten Russland "vernichten".

Solidarität mit der Ukraine: Brüder, Schwestern, es brennt!

Es braucht großzügige Spenden an die Ukraine. Das ist unsere Aufgabe, die wir in Europa, und zwar auch für uns selbst, erfüllen müssen.

Jüdische Stiftungen in Hamburg: Von Räubern und ihren Erben

Nach der NS-Zeit erwirbt Hamburg zahlreiche Grundstücke, die zuvor "arisiert" wurden. Die rechtmäßigen Eigentümer werden mit lächerlich geringen Beträgen entschädigt.

Nationalsozialismus: Adler unterm Hakenkreuz

Die Nationalsozialisten vereinnahmten in ihrem Aufstieg die preußische Tradition für sich. Die alten Eliten witterten ihre Chance und boten sich den neuen Machthabern an.

Imre Kertész: Ein namenloses Glück

Imre Kertész hat mit dem "Roman eines Schicksallosen" 1975 ein Jahrhundertwerk vorgelegt. Ein Arbeitsjournal zeigt nun, wie er um die Sprache für seine KZ-Erfahrung rang.

"Kunst für keinen": Malen, auch wenn es niemand sieht

Wenn die Wirklichkeit brutal wird, wie reagiert die Kunst? Die Frage ist hochaktuell. Eine Ausstellung in Frankfurt gibt Antworten, indem sie Künstler der NS-Zeit zeigt.

Zeitzeuge: Auschwitz-Überlebender Leon Schwarzbaum ist tot

Der Holocaustzeitzeuge Leon Schwarzbaum ist im Alter von 101 Jahren gestorben. Er war Nebenkläger im Prozess gegen den früheren Auschwitz-Wachmann Reinhold Hanning.

Inge Deutschkron: Keine Deutsche, aber Berlinerin

Inge Deutschkron überlebte den Holocaust und wandte sich später wortgewaltig gegen Unrecht und Vergessen. Unser Autor war ihr eng verbunden. Ein persönlicher Nachruf

Hans Albers: Von wegen Hamburger Jung!

Hans Albers ist bis heute eine Ikone seiner Geburtsstadt. Dabei war sein Verhältnis zur Heimat schwierig und kühl – was auch an seinem Vater lag.

Sinti und Roma: Mehmet Daimagüler wird erster Beauftragter gegen Antiziganismus

Der Anwalt Mehmet Daimagüler soll die Antiziganismus-Strategie der Bundesregierung koordinieren. Bekannt wurde er als Vertreter der Nebenklage im Münchener NSU-Prozess.

Holocaust-Überlebende: Inge Deutschkron ist tot

Die Holocaust-Überlebende ist im Alter von 99 Jahren gestorben. Deutschkron war eine der bekanntesten Zeitzeuginnen und berichtete 1963 vom Frankfurter Auschwitzprozess.

"Nicky & Vera": Wintons Liste

Nicholas Winton rettete 669 jüdische Kinder vor den Nazis und schweigt darüber ein halbes Leben lang: die Geschichte des Nicholas Winton als erstaunliches Bilderbuch.

Karin Prien: "Meine Mutter hatte schlicht Angst"

Ihre Mutter riet ihr davon ab, ihre jüdische Herkunft zu thematisieren. Hier spricht die stellvertretende Vorsitzende der CDU, Karin Prien, erstmals ausführlich darüber.

Herbert Engelsing: Das Doppelleben meines Vaters

Herbert Engelsing war Teil des Widerstands gegen Hitler, gleichzeitig produzierte er Propagandafilme. Heute fragt sich sein Sohn: Wie hielt er diesen Zwiespalt aus?

Beisetzung Friedrichs des Großen: Warum Preußen bis heute durch unsere Debatten spukt

Friedrichs Irrfahrt, der Nationalsozialismus und der Hohenzollernstreit: Vor 75 Jahren aufgelöst, ist der Staat Preußen noch immer präsent – im Guten wie im Schlechten.

Georg Friedrich Prinz von Preußen: "Preußens Erbe wird manchmal von radikalen Gruppierungen vereinnahmt"

Er wolle weder Museen leeren noch die Hohenzollern reinwaschen: Georg Friedrich von Preußen spricht über seine Familie – die des letzten deutschen Kaisers.

Sexueller Missbrauch: Meine Kirche, deine Kirche, unsere Schuld

Unser Autor bewundert die Deutschen für die Aufarbeitung ihrer Geschichte. Doch warum sind sie beim Umgang mit sexuellem Missbrauch durch Kleriker nicht genauso rigoros?

Theodor Lessing: Der todesmutige Störenfried

Er schrieb gegen Hindenburg und Hitler an und fühlte sich stets der Wahrheit verpflichtet. Seine Haltung bezahlte er mit dem Leben. Wer war Theodor Lessing?

Bürgerrechtsbewegung im Zweiten Weltkrieg: "Wenn Ghettos in Polen das Böse sind, so sind es auch die in Amerika"

Vom Holocaust zur Bürgerrechtsbewegung: Wie sich in den USA Schwarze und Juden seit dem Naziterror verbündeten, um gegen Rassismus und Antisemitismus zu kämpfen.

Völkermord an Sinti und Roma: "Wir können unsere Ängste oft gar nicht mehr herleiten"

Als Sinti und Roma wurden die Familien von Magdalena Guttenberger und Verena Lehmann im Nationalsozialismus verfolgt. Das prägt ihr Leben – bis heute.

NS-Gedenkstätte im Stadthaus Hamburg: "Es tut mir in der Seele weh"

Das Stadthaus war die Terrorzentrale der Nazis in Hamburg. Jetzt ist der dortige private Gedenkort wirtschaftlich am Ende. Die Stadt will übernehmen.

"Der Verrat an Anne Frank": Vince will einen Verräter schnappen

Rosemary Sullivans Buch über die Suche nach dem Verräter von Anne Franks Versteck gleicht einer True-Crime-Sendung. Es überzeugt so wenig wie die Arbeit der Ermittler.

Nachrichtenpodcast: Schwerter zu Schutzhelmen

5.000 Helme und ein Feldlazarett liefert Deutschland der Ukraine. Das kommt dort nicht gut an. Außerdem im Podcast-Update: Facebook verliert Prozess zu Klarnamenpflicht.

Holocaust: Warum ich die deutsche Gedenktagsperformance nicht ernst nehmen kann

Am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus werden Kränze niedergelegt und Reden gehalten. Junge jüdische Menschen macht das vor allem eines: wütend.

Nationalsozialismus: Was haben die Nazis mit mir zu tun?

Junge Menschen interessieren sich mehr für die NS-Zeit als ihre Eltern, zeigt eine Studie. Sie schärfen dabei ihre Identität, sind aber auch fasziniert vom Schrecken.

Schwarzsein in Deutschland: Eine von ihnen ist Fasia

Für Schwarze Frauen gibt es wenige Rollenvorbilder in der deutschen Geschichte. Eine, die diese Vergangenheit bezeugt hat, ist die 1929 in Hamburg geborene Fasia Jansen.

Anne Frank: "Der Verräter wäre nur ein Baustein in einem verbrecherischen System"

Anne Frank soll Ermittlungen zufolge von einem jüdischen Notar verraten worden sein. Dass das für Aufsehen sorgt, hat mit Vorurteilen zu tun, sagt eine Historikerin.

"Die Wannseekonferenz": Es wird gelacht. Es ist zum Fürchten

Der großartige TV-Film "Die Wannseekonferenz" schildert, wie 15 Männer die Vernichtung von elf Millionen Menschen planten. Mit dem zivilen Gestus eines Briefings

Anne Frank: Das ungelöste Rätsel

Wer hat einst das Versteck von Anne Frank verraten? Ein internationales Rechercheteam glaubt, es herausgefunden zu haben: ein jüdischer Notar wohl. Doch es gibt Zweifel.

Nationalsozialismus: Historiker kritisieren neue Untersuchung zum Verrat an Anne Frank

Ein jüdischer Notar soll das Versteck der Frank-Familie verraten haben. Ein Rechercheteam sieht das durch einen Brief belegt. Dies sei als Beweis zu dünn, sagen Experten.

"Was jetzt?"-Newsletter: 219a, Anne Frank, für immer Patient

Annalena Baerbock verhandelt in Moskau, Paragraf 219a soll zügig gestrichen werden und der Genesenenstatus gilt nur noch drei Monate. Der Morgenüberblick

Nationalsozialismus: Versteck von Anne Frank laut Untersuchung von jüdischem Notar verraten

Von 1942 bis 1944 hielt sich Anne Frank in einem Amsterdamer Hinterhaus versteckt. Ein Brief legt nahe, wer die Nationalsozialisten in Kenntnis gesetzt haben könnte.

Muriel Gardiner: Codename: "Mary"

Die Amerikanerin Muriel Gardiner rettete im Nazi-Österreich zahlreiche jüdische Flüchtlinge. Dafür riskierte sie immer wieder ihr eigenes Leben.

Jüdischer Widerstand: Jeder untergetauchte Jude brauchte zehn nicht jüdische Helfer

Das Bild der deutschen Juden als passive Opfer der früheren NS-Verfolgung ist falsch und verkennt ihre damaligen Umstände. Denn der Widerstand hatte viele Gesichter.