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: Maurice Ravel

Musik- und Musikbücherempfehlungen: Die besonderen Klänge eines besonderen Jahres

Autotune-Rap und Streichquartette: Das ist die Musik des Jahres. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ZEIT und ZEIT ONLINE empfehlen welche zum Hören und zum Nachlesen.

Musikempfehlungen: Die beste Musik des Jahres

Große Stars, junge Talente und natürlich die allergeheimsten Geheimtipps: Mitarbeiter von ZEIT und ZEIT ONLINE empfehlen Alben und Musikbücher.

Hélène Grimaud: "Die Kunst hält das aus"

Kann man mit Musik Menschen erziehen und die Welt verbessern? Die Pianistin Hélène Grimaud spricht über ihre neue CD "Water" und die Grenze zwischen Kunst und Aktivismus.

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Komponist Gabriel Fauré: Parfümfreier Charme, gebändigte Melancholie

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War Martha Argerich wirklich die wilde Klavier-Amazone? Olivier Bellamys Biografie zeichnet ein Psychogramm der großen Pianistin, wir sehen sie schalkhaft und schüchtern.

Victoria Ocampo: Eine Muse allein unter Männern

Diese Muse trug die argentinische Literatur in die Welt: Victoria Ocampo stand mehr als 40 Jahre lang im heimlichen Zentrum der Kunst und Weltliteratur. Von M. Worthmann

200 Jahre Frédéric Chopin: Zukunftsmusik für den Salon

Frédéric Chopin war ein fulminanter Pianist und ein ebenso strenger Komponist. Vor 200 Jahren wurde er bei Warschau geboren. Ein Glückwunsch von Wolfram Goertz

Klassik: "So modern? Ja, so modern!"

Die Opernwelt feiert Giacomo Puccinis 150. Geburtstag – und der Dirigent Riccardo Chailly erklärt, warum der Komponist kein Kitschier ist

Dieser Schrei ist ein Traum

aus jemandem herausschreit; die hochexpressiven Vielton-Akkorde, die schmerzen und zugleich süchtig machen; die gehämmerten Ostinati, die sich reibenden Linien, die abrupten Wechsel.

Schallplatten

In der Tradition der großen jüdischen Vorfahren Heifetz, Milstein, Stern und Menuhin war wohl auch die Weltkarriere von Shlomo Mintz als sicher vorgezeichnet: in Rußland (1957) geboren, in Israel aufgewachsen, dort von Isaac Stern früh entdeckt und an die New Yorker Juilliard School zu Dorothy Delay, der dort lehrenden großen israelischen Geigenpädagogin, gebracht, bereits mit sechzehn Jahren das Debüt in der Carnegie Hall.

Wittgenstein im Bild

Bis zum Erscheinen dieses großformatigen,eindrucksvollen und einzigartigen Bandes man vermuten, der scheue, sonderliche Ludwig Wittgenstein selbst habe verfügt, daß man sich kein Bild von ihm mache.

An Deutschlands Parade-Ufern

Der Himmel über Rotterdam ist regenschwer, nebelverhangen der Hafen. Die "MS Deutschland" liegt am Maasboulevard. Sie leuchtet so weiß wie das Gefieder der Möwen, die mit den Schwingen gefährlich nah über das ölbraune Wasser ziehen.

Klassik, Romantik und vorsichtige Westküsten-Moderne: Ein Funke vom heiligen Feuer

Eigentlich kommt man ganz anderer Dinge wegen in die Gegend: der eine, um im House of Happy Walls andächtig vor Bücherwänden und Schreibfedern, Photos und abgelehnten Manuskripten Jack Londons zu stehen und sich selig-spannender Jugendnächte zu erinnern; der andere, um bei den Christian Brothers oder im Buena Vista, bei Charles Krug oder in Beringers "Rhine-House" zu sehen und zu probieren (und in der Regel beim "Tschäbblis" nicht zu verstehen), warum 1976 in Paris Weine aus einem Gebiet rund 100 Kilometer nördlich von San Francisco die europäischen Gourmets entzückten und die französischen Weinbauern in Panik versetzten, indem kalifornische Chardonnay-Weine und Cabernet Sauvignons ihnen sechs von zehn Preisen entführten.

Die neue Schallplatte

Maurice Ravel: "Daphnis et Chloe". Pierre Boulez hat sich von der Konzertöffentlichkeit bereits als Chefdirigent des New York Philharmonie Orchestra verabschiedet – fast als eine Art krönender Höhepunkt scheint diese Aufnahme gedacht, mit der Boulez noch einmal die ganze Farbigkeit des Orchesters und seine prägnante Präzision, die immense Ausdruckskraft und die Gewalt seiner dynamischen Entladungen (von denen in den letzten Konzerten bei der Deutschland-Tournee leider so wenig zu hören war) vorführt.

Die neue Schallplatte

Maurice Ravel: "Das Gesamtwerk für Klavier". Er hält Musik für "eine Form metaphysischer Erfüllung außerweltlicher Prinzipien", Musikhören für eine "Möglichkeit, sich mit universalen Gesetzen in vereinigen": Der Koreaner Kun Woo Paik will und kann die religiös-geistige Welt seiner Heimat nicht verlassen und verleugnen – obwohl er sich gaiz auf die Klaviermusik Ravels konzentriert hat.

Schallplatte

Isao Tomita: "Pictures at an Exhibition". Von der ersten Minute an erliegt man dem unerhörten Farbenrausch, in den der 43jährige Japaner Tomita die "Bilder einer Ausstellung" von Mussorgskij versetzt – schon durch die elektronische Sinnlichkeit unvergleichlich eigenwilliger, als es Maurice Ravel mit seiner orchestralen Version je hätte tun können.

Die neue Schallplatte

Maurice Ravel: "Gaspard de la Nuit/Sonatine/Valse nobles et sentimentales". Der neuerliche Wiederaufstieg Martha Argerichs vollzieht sich stetig und konsequent.

Schallplatte

Casadesus spielte Ravel, als hätte er das Schlagwort vom musikalischen Impressionismus nie gehört. In dieser antikoloristischen, dazu antivirtuosen, sensibel nüchternen Spielart gewinnt Ravels Musik Strukturen und Dimensionen wie in keiner vergleichbaren Aufnahme.

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Eine kleine Geschichte der Bundesrepublik Deutschland - mit Leseprobe und Verlosung - ein fehlendes Thomas-Mann-Denkmal in München und die neue CD von Jasmin Tabatabai. Außerdem Rezensionen der ZEIT-Literaturredakteure und die aktuellen veranstaltungstipps

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DIE NEUE SCHALLPLATTE

Georg Friedrich Händel: „Konzert für Harfe und Orchester B-dur op. 4 Nr. 6“/Johann Georg Albrechtsberger: „Konzert für Harfe und Orchester C-dur“/Maurice Ravel: „Introduction et Allegro für Harfe, Streichquartett, Flöte und Klarinetten/Claude Debussy: „Danses für Harfe und Orchester“/Nicanor Zabaleta, Orchestre de Chambre Paul Kuentz, Leitung: Paul Kuentz: Deutsche Grammophon Gesellschaft SLPM 139 304, 25,– DM.

DIE NEUE SCHALLPLATTE

Seit ein paar Jahren wird Debussys Musik einer Zerreißprobe unterworfen. Eine Reihe von Briefstellen und Aphorismen haben aufmerksame Interpreten skeptisch gemacht: Bislang hatten sie das Diffuse am impressionistischen Werk Debussys gesehen, die verschwimmenden Konturen, die Farbspielereien und die Träumereien.

DIE NEUE SCHALLPLATTE

Die Mißhelligkeit zwischen wohltemperiertem Klavier und freitemperierten Streichinstrumenten hat Komponisten immer wieder provoziert,, es trotzdem zu versuchen – und aus der reizvollen Diskrepanz musikalischen Gewinn zu ziehen.

Die neue Schallplatte

Maurice Ravel sammelte mit Leidenschaft alte Uhren. Mag sein, daß das asynchron-regelmäßige Ticken der verschiedenen Zeitmesser seiner Kollektion ihn zu den ersten Takten dieses kleinen Operneinakters inspirierte, wo eine außerordentlich differenzierte Rhythmik das Schlagen von verschieden geschwinden Uhrpendeln nachahmt.

Keine Primadonna

An den großen Opernzentren der Welt heißt sie "la lionne française". Gefunden haben muß man diesen Titel in dem Augenblick, da sie als Floria Tosca dem gerade erdolchten Polizeichef Scarpia den Fuß auf die Brust setzt und mit Ironie und Triumph, Verachtung und Stolz das berühmte "Und vor diesem Manne zitterte ganz Rom!" ausspricht.

Funk für Anspruchsvolle: Ganz Deutschland

Nach dem Sieg der deutschen Fußballmannschaft über die österreichische in der Vorschlußrunde der Weltmeisterschaften hatte der Sprecher des sogenannten "Deutschlandsenders" in Ostberlin kommentiert: "Diesmal war das Glück auf Seite der Westdeutschen, aber am Sonntag werden unsere volksdemokratischen Freunde aus Ungarn den Westdeutschen schon zeigen, was eine Harke ist.

Die Spanische Stunde

In der von Etatsorgen geschwängerten Frage: "Was bieteich meinem Publikum?" hat die Hamburger Staatsoper den Trick vom Ei des Kolumbus wiederholt: Abends gepflegte, gängige, opulente Opernkost, aber Sonntag vormittags Aufführungen, die sich der Moderne annehmen.

Die Spanische Stunde

Im der von Etatsorgen geschwängerten Frage: "Was biete ich meinem Publikum?" hat die Hamburger Staatsoper den Trick vom Ei des Kolumbus wiederholt; Abends gepflegte, gängige, opulente Opernkost, aber Sonntag vormittags Aufführungen, die sich der Moderne annehmen, Angesichts der zweifachen Bedeutung eines Kulturinstituts – nämlich das Überkommene zu pflegen (das ja zumeist das allgemein Willkommene ist) und zugleich der Kunst der Gegenwart zu dienen (so spröde sie immerhin den meisten scheinen mag) –, angesichts dieser doppelten Aufgabe ist diese Hamburger Praxis deshalb eine Kolumbus-Ei-Lösung, weil sie so einfach ist.

Kunstwoche am linken Niederrhein

Daß in den Städten München-Gladbach-Rheydt der Theaterleiter Fritz Kranz und der Städtische Musikdirektor Romanus Hubertus von der Verantwortung für die Aufgabe einer aktiven Kulturpflege durchdrungen sind – dafür gab eine Woche moderner Kunst beredtes Zeugnis.