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: Lauritz Lauritzen

Im Namen des Volkes

Es ist beinahe zwanzig Jahre her: Die erste Ölkrise bringt über Nacht das Lieblingsspielzeug der Deutschen ins Zwielicht – das Automobil.

Die Verluste der Bundesbahn steigen wieder besorgniserregend an. Kann die Bahn gesunden, ohne daß der Staat den Straßenverkehr und die Binnenschiffahrt drastisch einschränkt: Gscheidles Pläne - nur noch Makulatur

Die Vorstellung, von der Bundesregierung im vergangenen Frühjahr erdacht, war wirklich zu schön, um wahr zu sein: "Spätestens" im Jahr 1985 sollte Deutschlands verlustreichstes Unternehmen, die Bundesbahn, ohne Defizit arbeiten.

Ohne Konzept in die Pleite

Das Bundeskabinett schlug solch einen Ton an, daß sich ein hoher Beamter der Bundesbahn "nur noch wundern" mochte. Die Ministerrunde nannte die vom Bahn-Präsidium auftragsgemäß abgelieferten Vorschläge für eine Halbierung des Eisenbahn-Streckennetzes von derzeit 29 000 auf 15 000 Kilometer ein "Rechenwerk", das die Regierung "sich nicht zu eigen machen will und kann".

Bonner Kulisse

Nach den Überstunden wegen der Steuerreform habe der Finanzausschuß gewiß eine schöne Reise verdient, meinte ein Mitglied des Ausschußes, das demnächst selbst mit auf eine Weltreise gehen kann.

Steffen mit dem großen Stock

Am Sonntag wurde Klaus Matthiesen zum SPD-Spitzenkandidaten von Schleswig-Holstein gewählt. Beim Landtagswahlkampf im kommenden Frühjahr soll; der 33jährige gegen CDU-Ministerpräsident Gerhard Stoltenberg ins Feld ziehen und die Wahl für die SPD gewinnen.

Bonner Kulisse

Spekulationen, denen zufolge Wirtschaftsminister Hans Friderichs die Regierungsneubildung zum Anlaß nehmen wollte, die 1972 aus seinem Ministerium ausgegliederte Abteilung Geld und Kredit wieder zurückzuholen, haben sich als falsch herausgestellt.

Lauritzens Rückzug

Nu kommst Du ...", raunte Jochen Steffen seinem Genossen Klaus Matthiesen zu. Journalisten gestand Jochen Steffen am Vormittag, nach dem Kanzlerrücktritt, im Kieler Landeshaus, Lauritz Lauritzen habe ihn abgerufen und gefragt, ob er seinen Verzicht auf die SPD-Spitzenkandidatur nicht schon jetzt bekanntgeben dürfe.

Exekution ohne Opfer?

Die Sozialdemokraten hängen keinen, sie hätten ihn denn – dieses Motto scheint für Willy Brandts Kabinettsreform zu gelten. Im Wort, während der Halbzeit der Legislaturperiode Minister auszuwechseln, und im Zwang, es auch tun zu müssen, scheint er sich zu einer Exekution durchgerungen zu haben, die den Tricks jener Zauberkünstler nicht unähnlich ist, die auf offener Bühne in Kästen versteckte Menschen durchsägen, um sie nachher, wundersamerweise unversehrt, wieder dem Volk zu zeigen.

Schleswig-Holstein nach der Wahl: Angeln nach einem Kandidaten

Schleswig-Holsteins sozialdemokratischer Oppositionschef Klaus Matthiesen hat – bisher – noch nicht angebissen. Der passionierte Angler ließ auf die Frage nach seiner politischen Zukunft aus seinem Heimatort bei Flensburg wissen, daß er natürlich über die plötzlich wieder akut gewordene Spitzenkandidatur nachdenke, aber noch zu keinem Ergebnis gekommen sei.

Erfolg der CDU

Der sonst in der Wortwahl eher unterkühlte CDU-Chef in Schleswig-Holstein, Ministerpräsident Gerhard Stoltenberg, sprach schon etwa zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale von einer "echten Sensation" und "einem in der Nachkriegsgeschichte der deutschen Politik wohl einmaligen Fall".

Verlorene Schlacht ums Tempo-Limit

Bundesverkehrsminister Lauritz Lauritzen weiß jetzt, was er nach Ansicht seines bayerischen Kollegen Anton Jaumann "schon lange" hätte wissen müssen: Änderungen der Straßenverkehrsordnung, zum Beispiel eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung, bedürfen der Zustimmung des Bundesrates.

Mehrverkehr

Auf den gepeinigten Bundesverkehrsminister Lauritz Lauritzen kommt der Lebensabend zu, und zwar nicht im gemächlichen Go slow, sondern mit Wucht und Macht.

Bummelstreik: Übermenschen entspannen sich

Die Lufthansa-Boeing Flug LH 766 von Hamburg nach Frankfurt kreist in 4000 Meter über dem Funkfeuer Metro bei Bad Nauheim. Der Kapitän entschuldigt sich über den Bordlautsprecher: "Die Herren Fluglotsen auf Rhein-Main haben aus unerfindlichen Gründen beschlossen, uns für eine Stunde in die Warteschleife zu schicken, ehe wir landen dürfen.

Die Legende einer Elite

Westdeutschlands Fluglotsen können fürs erste aufatmen. Ihr oberster Dienstherr, Bundesverkehrsminister Lauritz Lauritzen, hat die Drohung der persönlichen Inanspruchnahme aller oder einzelner Bummelstreikteilnehmer für den entstandenen Schaden – noch – nicht wahrgemacht.

BONNER KULISSE

Es scheint so, als werde der bevorstehende SPD-Parteitag in Hannover der Bundesregierung ein Milliarden-Spielzeug vergällen, mit dessen Modell sich Kanzler Willy Brandt und seine Kabinettsfreunde Georg Leber, Lauritz Lauritzen (der frühere und der jetzige Verkehrsminister) und Horst Ehmke (Forschung) immer wieder gern photographieren lassen: die Hochleistungs-Schnellbahn (HSB).

BONNER KULISSE

Die knapp 500 Mitarbeiter des Städtebauministeriums merken seit einiger Zeit, was der CSU-Vorsitzende Franz Josef Strauß schon seit langem argwöhnt: Ihr bayrischer Dienstherr Hans-Jochen Vogel ist in Wahrheit ein Preuße.

Leber desertiert zur Bundeswehr

Verstopfte Ferienstraßen und Unfallrekorde an den Wochenenden gehören seit Jahren zum deutschen Verkehrsalltag. Das ist in diesem Jahr, da sich Georg Leber der Partei- und Staatsräson zuliebe vom Bundesverkehrsministerium verabschiedet hat, nicht anders als 1966, dem Jahr seines Amtsantrittes.

ZEITSPIEGEL

In China kommt kapitalistische Denkweise wieder zu Ehren, nachdem man erkannt hat, daß materielle Anreize mehr die Produktivität fördern als ideelle.

BONNER KULISSE

"He was not amused", kommentierte Regierungssprecher Conrad Ahlers die offizielle Haltung des Bundeskanzlers Willy Brandt zu Schillers neuem Haushaltsprogramm.

Hat Lauritz Lauritzen versagt?

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Fritz Baier sieht schwarz und urteilt: "Das ist eine wahrhaft traurige Bilanz." Sein Fraktionskollege Ferdinand Erpenbeck qualifizierte die Politik von Wohnungsbauminister Lauritz Lauritzen gar als "Bankrotterklärung" ab.

Nach zehnjährigem Kampf soll nun das heißumstrittene "Grundgesetz für den Städtebau" des Wohnungsbauministers Lauritzen die letzten parlamentarischen Hürden nehmen. Kann es unsere Städte retten?: Die Lobby sanierte mit

Im August 1961, wenige Wochen vor der damaligen Bundestagswahl, leistete das Bundeswohnungsbauministerium fortschrittliches: Es legte den Vorentwurf für ein Städtebauförderungsgesetz vor, das den Kommunen die Sanierung und Entwicklung der Städte und Gemeinden erleichtern sollte.

REPORT AUS BONN

Im Bonner Regierungslager wird mehr oder weniger laut über Pläne für das ideale SPD-Wahlgespann 1973 nachgedacht. Ihre Realisierung würde allerdings bald ein abermaliges Kabinettrevirement notwendig machen.

REPORT AUS BONN

In letzter Minute entdeckte die SPD-Fraktion in Bonn eine Fußangel im neuen Gesetz zur Vereinheitlichung der Beamtenbesoldung.

ZEITSPIEGEL

"Es gibt wenige Dinge, die den Bayern mehr Freude bereiten als eine große Platte mit Schweinebraten und gekochten Kartoffelbällen; dann trinkt man Gerstensaft, und zwar sehr schnell.

REPORT AUS BONN

"Der Mann gefällt mir." So Karl Schiller über seinen ungarischen Gesprächspartner, Finanzminister Peter Valyi, anläßlich der Unterzeichnung des deutsch-ungarischen Handels- und Kooperationsvertrages in Budapest.

Wohnungsbau: Alle gegen Lau-Lau

Lauritz Lauritzen (Lau-Lau), Bundesminister für Stidtebau und Wohnungswesen, hat einen schweren Stand. Was auch immer er sagt, unternimmt und durchsetzt, um den Wohnungsmarkt der Bundesrepublik zu entspannen, er setzt sich zwischen die Fronten der Mieter und der Hauseigentümer.