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: Kieler Woche

"Tatort" Kiel: Steife Brise

Der letzte "Tatort" vor der Sommerpause ist kein laues Lüftchen. Sibel Kekillis letzter Auftritt als Sarah Brandt wird umrahmt von zwei Morden und Borowskis Liebeskummer.

Kolumne Stimmen Brasiliens: "Ich wünsche mir ein Tor von Philipp Lahm"

Gabriele Kamp ist Frühstückschefin im Gasthaus Kalifornien. Sie würde der Mannschaft von Joachim Löw zu Müsli raten. Sie hat auch einen Tipp für das Deutschland-Spiel.

Überwachungsskandal: "Der freie Westen ist verschwunden"

Ist die Politik machtlos gegen den amerikanischen Datenklau? Ein Streitgespräch zwischen dem Schriftsteller Ingo Schulze und dem FDP-Politiker Wolfgang Kubicki.

Kieler Woche: Gibt es eine musikalische Stoppuhr?: Auf der Suche nach Talenten

Wenn draußen auf der Förde die Gebrüder Wolf gang und Joachim Hunger oder die Italienerinnen Paola Porta und Anna Barabino mit ihren "470ern" fünf Wettfahrten hintereinander als Erste beenden, die Deutschen damit sogar zum dritten Mal in direkter Reihenfolge die Kieler-Woche-Regatta in ihrer Klasse gewinnen, läßt sich, über das Glück hinaus, das Können der Tüchtigen mit der Stoppuhr messen.

Sündige kräftig!

Die erste Nachricht vermeldete wenig Friedens-Bewußtsein: Die Sowjetunion, folglich auch die DDR, schließlich auch Polen, Ungarn und Jugoslawien boykottieren in diesem Jahr die Segelwettbewerbe.

Unsere Zukunft liegt auf dem Wasser

In Kiel ist, nach Kiel kommt man des Wassers wegen. Schon 1242, als Adolf IV., Graf von Schauenburg und Landesherr in Holstein, nach gewonnener Schlacht über den Dänen bei Bornhöved, am Ende einer keilförmigen Ostseebucht die befestigte "holstenstad tom kijle" gründet und so den nördlichsten Punkt des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation zugleich öffnet und sichert.

Sommer-Sprossen

Flußbett: Berlin stellte jetzt sein erstes Hotelschiff in Dienst, die ."Spree-Berlin". Das achtzig Meter lange, knapp zehn Meter breite Schiff bietet 262 Gästen Platz.

Finale mit Scheel

Wind bis Stärke 6, dazu Sonnenschein, tausend Boote auf den fünf Regattabahnen, weitere zweihundert Yachten in der Seewettfahrt, eine Armada von Begleitfahrzeugen, Segelsport in Glanz und Gloria: Kieler Woche, erster Tag – und Fußball-WM, letzter Tag.

Zeitspiegel

So viel anerkennende Artigkeit was dem Organ des Zentralkomitees der SED, Neues Deutschland eine Spitzenmeldung auf der ersten Seite wert: Im Wortlaut druckte es eine Grußbotschaft von US-Präsident Jimmy Carter ab, die "im Namen des amerikanischen Volkes" allen Besuchern der amerikanischen Ausstellung auf der Leipziger Frühjahrsmesse zugedacht war.

Segelt mit Gefühl

Segeln und Fliegen sind verwandt. Man kann’s, oder man kann’s nicht." Mit der Unbekümmertheit und Schnoddrigkeit eines an der Spree groß gewordenen Berliner Abiturienten sprach’s Willi Kuhweide.

Kanzler am Ruder

Unter Spinnaker, den großen, bunten, ballonartigen Vorsegeln, die das Segeln erst so richtig photo- und telegen machen, zogen 192 Yachten über den Stollergrund, ein Stück Ostsee zwischen Eckernförde und Kiel; und durch eine Lücke in der sportiven Armada kreuzte geschickt, ohne die Regatta zu behindern, eine Yawl (für Laien: ein Boot mit einem großen und einem kleinen Mast).

Mit Kurs auf Olympia

Aus drei Gründen wird die Kieler Woche 1975 eine Weile in Erinnerung bleiben: erstens des Qualifikationskampfes um Admiral’s Cup wegen, zweitens weil einige der besten deutschen Segler verheißungsvoll schon Kurs auf Olympia nahmen und drittens, und eigentlich abermals erstens, als meteorologisches Ereignis: kaum Flaute, viel frischer Wind, kein störender Sturm, dauernd Sonne.

Kunstkalender

Seit dem Dürer-Jubiläum grassiert die schöne Unsitte der organisierten Künstler-Hommage, die manchmal gelingt und häufig vorbeigelingt.

Flirt mit Krampf

Günter Bantzer, Oberbürgermeister von Kiel, zog osteuropäische Bilanz: die Kieler Woche solle dieser Tage das Verhältnis zu "unseren Nachbarn in Osteuropa entkrampfen".

Zwei sportliche Ereignisse stehen unmittelbar bevor: Derby und Kieler Woche. Unser Mitarbeiter Peter Dubrow nahm dies zum Anlaß, über die Zusammenhänge von Reiten und Segeln nachzudenken.: Spiel mit dem Schwerpunkt

Als Hans Günter Winkler, heute noch einer der besten deutschen Springreiter, der allererfolgreichste war, Weltmeister (1954 und 1955) und Olympiasieger (1956), wurde er einmal gefragt, welche andere Sportart denn dem Reiten über Hindernisse am ähnlichsten sei.

Zu den Landesfürsten, die am häufigsten auf den Fernsehschirmen erscheinen, gehört Gerhard Stoltenberg, Ministerpräsident in Kiel. Auf viele wirkt er farblos: ein braver Mann mit sauberer Weste.: Von Arbeitswut besessen

Wie Friedrich der Große kann Gerhard Stoltenberg von sich sagen: "Wenn die Beamten in ihre Kanzleien gehen, habe ich schon alle Mappen durchgearbeitet.

Schriftsteller in Kiel: P.E.N. paradox

Wie jedes Jahr trafen sich vorige Woche ein Füntel bis ein Viertel der im P.E.N.-Zentrum Bundesrepublik Deutschland lose verbundenen Poeten, Essayisten und "Novellisten", um ihrer Toten zu gedenken, um (alle zwei Jahre) ihr Präsidium neu zu wählen, um sich ihrem Publikum vorzustellen, privat oder öffentlich ihre Sympathien und Antipathien kundzutun, der oft und gern beschworenen Formel, sie seien alle "Freunde", mit Skepsis zu lauschen und den Kollegen vom Fernsehen eine Gratis-Show zu liefern.

Diese Kieler Woche ist beendet, die nächste wird bereits geplant – weiter ein Treffpunkt der Segler, ein Politikum oder der "Karneval des Nordens"?: Kaiserwetter für den Präsidenten

Es geht eben auch einmal anders. Ein geschickt aufgetragenes Make up übertüncht das Alltagsgesicht der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt.

Kieler Woche

Aauf den Regattabahnen in der Kieler Bucht segeln in diesen Tagen mehr als tausend Jachten und Jollen. Die Ergebnisse werden erst am Sonnabend feststehen.

Segel-Woche

Die Stimmung ging höher als die See, als Deutschlands Yachtsegler, jene mit sportlichem Ehrgeiz, sich wieder auf Helgoland versammelten, zur 51.

Ehrendoktor Daume: Dr. Mr. Sport

Die Gratulanten sprachen vom "Doktor hazeh", honoris causa mithin. Richtig muß man wohl "Doktor eh-ha" sagen; denn Willi Daume, Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees, Ehrenpräsident des Deutschen Sportbundes, bislang mit freundschaftlichen Titeln wie "Mr.

Trotz Masse große Klasse

Hinein in den Hafen, hinaus aus dem Wasser – ruckzuck wurden die Boote verladen, als die siebte und letzte Wettfahrt auf den vier Dreiecksbahnen der Kieler Woche beendet war; aber auch nicht wenige Segler, vor allem aus dem Ausland, fragten ein bißchen enttäuscht, warum man sich nicht Zeit für ein zünftiges Abschiedsfest nehme.

Kurs auf Olympia

Gedrängt, doch einen Tip zu wagen, gab der Bundestrainer des Deutschen Segler-Verbandes, der Ungar Albin Molnar, schließlich zu, daß er mit zwei Medaillen für die sechs Boote der Bundesrepublik rechne.

Meer und mehr

Kiel, der maritime Vorort von Olympia-München, hat in diesem Sommer die größte Ausstellung seiner bisherigen Geschichte. Und damit ist nicht, wie man in Bayern vielleicht meinen könnte, die größte Sprottenauktion gemeint, sondern jenes köstliche Ausstellungsallerlei, das unter dem Titel "Mensch und Meer" der 90.

Widriger Wind auf der Förde

Vokabeln wie "Nationalmannschaft" und "Bundestrainer" lassen auch den Laien ahnen, wohin der Kurs der Rennsegler führt: Leistung steigert sich zu Hochleistung; Hochleistung schickt sich an, nach Olympia-Medaillen zu greifen.

Kunstkalender

Sinnliche Vitalität, in seiner Malerei gelegentlich zu koloristischer Kraftmalerei gesteigert, ist auch das Kennzeichen der druckgraphischen Arbeiten: Corinth ist ein Gourmand alles Gegenständlichen.

Kurz hinter dem Zielpfosten – das Rennen ist gelaufen: Erster Alpenkönig, Zweiter Lombard, Dritter Favorit: Schnelle Pferde – Schnelle Schiffe

Die Hosen, die der Hamburger, der Hamburg kennt, sich in jenem altbekannten Laden, in dem keine Registrierkasse klingelt, zum marineblauen Blazer anpassen läßt, sind aus Kavallerie-Twill.

Figaro-Nachlese

Der Salzburger Festspielpräsident Paumgartner hat eine Lieblingsidee: Gar zu gern würde er die zwei Figaro-Opern – Rossinis "Barbier von Sevilla" und "Die Hochzeit des Figaro" von Mozart – durch den letzten Teil der Beaumarchais-Trilogie komplettieren.