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: Agrarmarkt

Deutsche Bauernverband: Landwirte erwarten vierte unterdurchschnittliche Ernte in Folge

Regen und Hagel haben viele Bauern um wichtige Ernteerträge gebracht. Ihr Verband zieht deshalb eine erste bescheidene Bilanz – freut sich aber über steigende Preise.

Solidarische Landwirtschaft: Lebensmittel ohne Preis, aber mit Wert

Hier darf die Möhre noch schief und krumpelig sein: Bei der solidarischen Landwirtschaft zahlen Mitglieder vor der Ernte. Ein Konzept gegen Monokultur und Verschwendung

Wirtschaft in der Ukraine: Korrupt und fast pleite

Die ukrainische Wirtschaft gilt als korrupt, aber das Land ist reich an Rohstoffen und hat ertragreiche Böden. Können Finanzhilfen das Land vor dem Bankrott retten?

Themenwoche Vegan: So viele Tiere verbrauchen wir

Rund 58 Kilo Fleisch und 217 Eier isst jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr. Die Grafik zeigt, wie viele Tierprodukte wir konsumieren und wie Nutztiere gehalten werden.

Agrarwirtschaft: Die letzte Planwirtschaft

Der Zuckerrübenanbau ist das Relikt eines durchregulierten Agrarmarkts.

Kiwis: Normiert

Absurditäten auf dem europäischen Agrarmarkt sind in Hülle und Fülle bekannt. Aber wenn bisher die Rede von einer Marktordnung für Kiwis war, dann sagte sich jeder: Vorsicht, Satire! Von wegen.

Der europäische Agrarmarkt – bisher eine Absurdität. Jetzt rafft sich die Gemeinschaft zur Reform auf: Ein Schritt voran

Und sie bewegt sich doch! Die Europäische Gemeinschaft, von manchem Kritiker als bürokratischer Dinosaurier verhöhnt, hat sich nach langem Sträuben zu einer grundsätzlich erneuerten Agrarpolitik durchgerungen.

Agrarmarkt: Hoffnung

Die Milchüberschüsse in der Europäischen Gemeinschaft werden begrenzt, doch die Belastung des EG-Budgets mit einer hohen Agrarhypothek bleibt.

Bauernpräsident Heereman kämpft gegen eine Reform des Agrarmarktes und nutzt dabei die Krisenstimmung: Das Spiel mit der Angst

In der Agrarpolitik der Europäischen Gemeinschaft läuft fast nichts mehr. Der EG-Haushalt für dieses Jahr ist vom Europa-Parlament gestoppt worden, weil die Abgeordneten Anstoß nahmen an den hohen Kosten für den Agrarmarkt.

Pariser Pokerpartie

Selten schwankte die Stimmung so häufig und so extrem zwischen der Hoffnung auf einen Kompromiß und der Aussicht auf einen Mißerfolg wie in der vergangenen Woche bei den entscheidenden Verhandlungen der EG-Agrarminister über das Problem des Währungsausgleichs.

Agrarmarkt: Orangen aus dem Fluß

An der Mésima lagern die Zigeuner. Sie lauern mit großen Netzen nur ein paar tausend Meter nördlich der Stelle, an der Europas größtes Mahnmal für wirtschaftliche Fehlplanung steht – die verödete Infrastruktur für das in Kalabrien projektierte, aber nicht mehr realisierbare staatliche italienische Stahlwerk Gioa Tauro.

Josef Ertl in der Zange

Landwirtschaftsminister Josef Ertl war ausgesprechen schlechter Laune. Da hatte er Jahr, für Jahr den Kritikern der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik vorgehalten, daß nicht sie, die Agrarminister, für die Schwierigkeiten am Agrarmarkt verantwortlich seien, sondern die Wirtschafts- und Währungspolitiker, Gemeinsame Preise für Getreide, Fleisch oder Milch in allen neun Ländern der Gemeinschaft, so hatte Ertl immer wieder gepredigt, seien solange fragwürdig, solange die Basis stabiler Wirtschafts- und Währungsverhältnisse nicht gegeben sei.

Korsett für Hammelkeulen

Und wenn alles zu Bruch geht, kommt bestimmt auch noch einer und will dann eine Marktordnung für Wanzen." Mit diesen Worten geißelte Josef Ertl vor kurzem in Brüssel die zunehmende Perfektionierung des gemeinsamen Agrarmarktes durch immer neue Subventionen, Einfuhrschleusen und andere "ordnende" Eingriffe.

Wieviel "müde Mark" für Europa?

Obwohl die Reformbedürftigkeit der europäischen Agrarpolitik so alt ist wie diese Politik selbst, scheinen Änderungen am Zustand des grünen Europas mit seiner "enormen Fehlleitung volkswirtschaftlicher Ressourcen" (Bundeskanzler Helmut Schmidt) kaum noch durchsetzbar zu sein.

Ein Mann sieht grün

Großbritanniens Landwirtschaftsminister Fred Peart konnte nach dem diesjährigen Brüsseler Agrarpreismarathon für sich in Anspruch nehmen, dem EG-Agrarmarkt im Sinne der britischen Verhandlungswünsche nach neuen Beitrittsbedingungen einen Sargnagel eingeschlagen zu haben.

Ist der gemeinsame Agrarmarkt noch zu retten? Führt mehr Dirigismus oder mehr Marktwirtschaft zum Ziel? Der SPD-Agrarexperte Martin Schmidt-Gellersen;, selber ein praktizierender Landwirt, empfiehlt hier den zweiten Weg.: "Gipfel schlechter Sitten"

Die Europäische Gemeinschaft ist krank, besonders auf dem Agrarsektor. Herr Schmidt Gellersen, Sie sind Agrarfachmann der SPD und aktiver Landwirt. Sie haben mit Kritik an Brüssel in letzter Zeit nicht gespart.

EG-Krise durch Bonns Veto

Nachdrückliche Unterstützung durch Großbritannien, Kritik und Besorgnis in Frankreich: dies war für Bonn die Ausgangslage vor der Sondersitzung des EG-Ministerrates am Mittwoch in Luxemburg, in der ein Ausweg aus der neuen Krise des europäischen Agrarmarktes gefunden werden sollte.

An der Kasse endet die Freundschaft

Die feine Sprache der Diplomaten ist europäischen Agrarpolitikern nicht immer geläufig. "Wenn der das glaubt, ist er reif für den Psychiater", platzte Josef Ertl, als ihm eine "rein intellektuelle Fragestellung" seines französischen Kollegen Jacques Chirac hinterbracht wurde.

Poltert für Deutschland

Als Josef Ertl im Herbst 1969 zum erstenmal zu einer Tagung des Agrarministerrats nach Brüssel kam, mußte er sich schon mit einer Frage auseinandersetzen, die fortan einen wesentlichen Teil seiner Arbeitszeit in Brüssel und Bonn in Anspruch nahm: Wie können die Folgen der Währungsveränderungen von den deutschen Landwirten abgewendet werden? Nach dreieinhalb Jahren mühevollen Tauziehens mit wechselnden Erfolgen ist in dem Bayer die Überzeugung gereift, daß der Gemeinsame Agrarmarkt der Europäischen Gemeinschaft in seiner Zielrichtung der Harmonisierung der nationalen Schutzpolitik wohl richtig angelegt ist, daß er aber dem Anspruch, Vorreiter der Integration zu sein, nicht gewachsen ist.

Der europäische Agrarmarkt steckt in seiner bisher schwersten Krise. Getreideschwemme und Butterberg sind das Ergebnis einer falschen Subventionspolitik. Die EWG-Marktordnung muß im Interesse der Partner neu überdacht werden.: Hohe Preise – unruhige Bauern

Im Frühjahr werden wir auf einer halben Million Tonnen Butter sitzen, und pro Jahr kommen weitere 280 000 bis 320 000 Tonnen dazu, die niemand in Europa mag.

Die Lasten neu verteilen

Die Bundesrepublik hat maßgeblichen Anteil an der Formulierung der gegenwärtigen EWG-Agrarpolitik. Ihre Hochpreispolitik hat stark zu den gegenwärtigen Überschüssen beigetragen.

Nur industrielles Denken kann die Landwirte retten. Milliarden-Subventionen sind wirkungslos verpufft.: Bittere Stunden für die Bauern

Für Deutschlands Bauern schlägt die Stunde der Wahrheit. Vom 1. Juli an bestimmen die Brüsseler EWG-Kommission und der EWG-Ministerrat noch stärker als bisher über ihr Schicksal, und die Getreidepreissenkung von 11 Prozent ist gleich der Auftakt des neuen europäischen Agrarmarktes.

Mehr Ordnung?

Theodor Sonnemann war und ist für Ordnung. Etwas mehr Ordnung auf dem Agrarmarkt ist dem Raiffeisenpräsidenten jedenfalls lieber als zuviel Freiheit, Wenn Sonnemann jetzt den Butterberg mit den Importen aller Milchprodukte aufrechnet und wenn er angesichts der Nahost-Krise verlangt, die heimische Produktion zu stärken, dann ist klar, worauf er hinaus, will.

Hollands Bauern liegen vorn

Für eine Überraschung in der agrarpolitischen Diskussion hat vor kurzem Bauernverbandspräsident Rehwinkel gesorgt. Lange Zeit wurde dem deutschen Bauern der gemeinsame Agrarmarkt der sechs EWG-Länder als ein Schreckgespenst hingestellt.

Der gemeinsame Agrarmarkt der EWG steht Aber die Hoffnungen der Verbraucher haben sich nicht erfüllt: Teurer Sieg der Europäer

Sowjetmenschen und Tschechen wußten es besser: bis zum letzten Samstag hatten immer neue Pessimisten in Europa geunkt, aus der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft sei "die Luft heraus", de Gaulle werde sie paralysieren, und die periodischen Brüsseler Marathontagungen lohnten den Aufwand nicht mehr.

Der geprellte Verbraucher

Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft steht nun in ihrem achten Lebensjahr, und allmählich wird immer deutlicher, daß die Verbraucher von einem wichtigen Teil dieses Marktes, nämlich von dem gemeinsamen Agrarmarkt, keinen am Geldbeutel spürbaren Nutzen haben.

Europa in der Krise

Der lange Sommer von Brüssel geht zu Ende. Die europäischen Beamten kehren aus ihren Heimatländern an ihre Arbeitsplätze zurück, die gut eingespielte Maschinerie der EWG-Verwaltung in der Rue de la Joyeuse Entree beginnt wieder zu laufen.