Im zweiten Jahr hintereinander ist Bayern-Stürmer Robert Lewandowski zum Fifa-Weltfußballer des Jahres gewählt worden. Der Pole setzte sich gegen Lionel Messi von Paris Saint-Germain und Mohamed Salah vom FC Liverpool durch, wie der Fußball-Weltverband in Zürich bekanntgab.

"Alles, was letztes Jahr passiert ist, der Bundesliga-Rekord, das hätte ich nie zu träumen gewagt. Wenn man mir das vor ein paar Jahren gesagt hätte, hätte ich es nicht geglaubt", kommentierte Lewandowski seine Kür. In der vergangenen Bundesliga-Saison hatte er mit 41 Toren den Fabelrekord von Gerd Müller aus der Saison 1972/73 um ein Tor übertroffen.

Zum Welttrainer des Jahres wurde der Deutsche Thomas Tuchel vom englischen Champions-League-Sieger FC Chelsea gekürt. Der frühere Bundesliga-Coach erhielt den Vorzug vor dem italienischen Europameistertrainer Roberto Mancini und Pep Guardiola von Manchester City. Tuchel folgt auf Jürgen Klopp, der die Auszeichnung für seine Erfolge mit dem FC Liverpool 2020 und 2019 erhalten hatte.   

Alexia Putellas ist Weltfußballerin

Zur Weltfußballerin des Jahres wurde die Spanierin Alexia Putellas vom FC Barcelona gewählt. Sie setzte sich gegen ihre Teamkollegin in Nationalmannschaft und Club, Jennifer Hermoso, sowie die Australierin Sam Kerr vom FC Chelsea durch.     

Beim von der französischen Fachzeitung France Football vergebenen goldenen Ball war Lewandowski noch leer ausgegangen. Die prestigeträchtige Auszeichnung hatte Messi bekommen, der die argentinische Nationalmannschaft im vergangenen Jahr zum ersten Sieg bei der Copa América seit 28 Jahren geführt hatte.

Lewandowski schaffte es indes auch in die Weltelf der Fifa. Neben dem Dortmunder Erling Haaland und den Stars Lionel Messi und Cristiano Ronaldo bildet er den Angriff der Weltauswahl, die nach Angaben der Spielergewerkschaft Fifpro von knapp 19.000 Profis gewählt wurde. Deutsche Spieler standen nicht in der Elf: Im Tor erhielt der italienische Europameister Gianluigi Donnarumma vom Paris Saint-Germain den Vorzug vor Manuel Neuer. Die Abwehr bilden David Alaba, Leonardo Bonucci und Rúben Dias, im Mittelfeld stehen Kevin De Bruyne, Jorginho und N'Golo Kanté.

Mendy ist Welttorhüter

Bei den Torhütern verpasste Manuel Neuer bei der Gala in Zürich seine zweite Auszeichnung als Fifa-Welttorhüter des Jahres. Der 35-Jährige vom FC Bayern München, der die Wahl des Weltverbands 2020 gewonnen hatte, musste sich bei der aktuellen Ausgabe gegen Champions-League-Sieger Édouard Mendy vom FC Chelsea geschlagen geben. Ins Wahlfinale hatte es außerdem Donnarumma geschafft.   

Neuer hatte in der Saison 2020/21 mit dem deutschen Rekordmeister die Meisterschaft gewonnen, in der Vorsaison hatte der FC Bayern das Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Champions-League-Sieg geholt. Mendy hatte indes großen Anteil am Triumph des Londoner Clubs in der Königsklasse gehabt. Donnarumma, der im Sommer vom AC Mailand nach Paris gewechselt war, hatte im EM-Finale gegen England im Elfmeterschießen zwei Elfmeter gehalten und war zum besten Spieler des Turniers gewählt worden.

Bei den Torhüterinnen setzte sich die Chilenin Christiane Endler von Olympique Lyon gegen die deutsche Nationalspielerin Ann-Katrin Berger (FC Chelsea) und die Kanadierin Stephanie Lynn Marie Labbé (Paris Saint-Germain) durch. Berger unterlag 2021 im Champions-League-Finale mit ihrem Club dem FC Barcelona 0:4. Abstimmungsberechtigt waren die Kapitäne und Trainer der Nationalmannschaften, ausgewählte Journalisten sowie Fans weltweit.