Den härtesten Job im Bürgerforum haben die Moderatorinnen und Moderatoren, die mit ständigem Lob ("Toll, wie engagiert ihr seid") die Laune hoch halten und die Diskussionen vorsichtig lenken. Die Diskussionen sind ernsthaft und respektvoll, auf rhetorische Stunts verzichten Teilnehmer wie Moderatoren. Auch Fritz und Stangl sind beeindruckt, wie professionell und zielstrebig die Organisatoren (das vom Auswärtigen Amt beauftragte Unternehmen ifok) durch den Prozess führen.

Zu diesem Prozess gehört, dass die Teams durchgemischt werden. Am ersten Tag hat die eine Gruppe zu einem Unterthema ihre Visionen entwickelt, am zweiten Tag muss eine neue Gruppe mit diesen Visionen weiterarbeiten und daraus konkrete Vorschläge basteln. Steffen Fritz ärgert sich darüber. Er ist in der Gruppe "Europas Rolle in der Welt" gelandet, was ihn gar nicht so sehr interessiert. Und außerdem hat die Vorgängergruppe keine "Vision" zur Sicherheitspolitik aufgeschrieben, nichts zum europäischen Militär beispielsweise, stattdessen muss Fritz nun über globale Nachhaltigkeitspolitik diskutieren.