Im Grunde könnte die Erwartungshaltung an Bijan Djir-Sarai (45) kaum größer sein: Diese Regierungsjahre dürfen für die FDP nicht so enden wie die letzten – 2013 flogen die Liberalen aus dem Bundestag. Dagegen soll der designierte Generalsekretär das Profil der Partei trotz Koalitionszwängen bewahren. Im Interview spricht er über seine Karriere, vom Kriegsflüchtling zum Spitzenpolitiker, wie er dafür den Rat mancher Lehrer ignorieren musste – und warum das liberale Aufstiegsversprechen erneuert werden muss.

ZEIT ONLINE: Herr Djir-Sarai, wir wollten den neuen Generalsekretär der FDP kennenlernen. Angesichts der Weltlage sollten wir aber zunächst mit dem Außenpolitikexperten der Liberalen, mit Ihnen, sprechen. Was macht Deutschland, wenn Russland die Grenze der Ukraine überschreitet?