• Alle Artikel zum Thema finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg in der Ukraine.
  • Russische oder ukrainische Angaben zum Kriegsverlauf sowie zur Zahl Verletzter und Getöteter lassen sich derzeit nicht unabhängig verifizieren.
  • Neben eigenen Recherchen verwenden wir auch Material der Nachrichtenagenturen dpa, AP, AFP, KNA und Reuters.
  • 5/29/20227:28:58 AM
    Alles auf Oliv

    Regierung und Opposition streiten derzeit über die Frage: Sollte nicht etwas vom Sondervermögen in Krisenprävention investiert werden, anstatt alles für die Bundeswehr auszugeben? Das hört sich vernünftig an, ist es aber in der konkreten Situation nicht, kommentiert Peter Dausend.
  • 5/29/20226:57:42 AM
    Bundesnetzagentur-Chef: Deutschlands Gasspeicher sind nicht gut genug gefüllt

    Der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, fordert angesichts des Krieges in der Ukraine eine Aufstockung der deutschen Erdgas-Vorräte. Die Gasspeicher seien "noch nicht gut genug gefüllt, wenn wir kurzfristig weniger oder kein russisches Gas mehr bekommen würden", sagte Müller dem Deutschlandfunk.

    Er verwies auf die Vorgaben des neuen Gasspeichergesetzes. Wenn Deutschlands Gasspeicher, wie darin vorgesehen, tatsächlich zu 90 Prozent plus X befüllt würden, hätte das Land "zumindest für zweieinhalb Monate, unter stabilen Bedingungen, bei einem normalen Winter, einen Puffer", sagte der Behördenchef. Für Industrie und Verbraucher wäre dies aus seiner Sicht wichtig. Richtig gut sei das alles trotzdem natürlich nicht, sagte er.
    • Das neue Gasspeichergesetz sieht eine Füllung von 90 Prozent + X vor.Patrick Pleul/dpaDas neue Gasspeichergesetz sieht eine Füllung von 90 Prozent + X vor.Patrick Pleul/dpa
    Um ordentlich durch die nächsten Winter zu kommen, müsse Deutschland auf andere Erdgas-Lieferanten als Russland umsteigen, sagte Müller. Zudem müssten private Haushalte und die Industrie sparsamer und effizienter mit Gas umgehen. In jedem Fall sei die Kostenbelastung durch die Energiekrise immens, das müsse man den Menschen, der Industrie und der Wirtschaft in aller Ehrlichkeit sagen.

    Deutschland ist derzeit bei Erdgas noch zu etwa 35 Prozent von Lieferungen aus Russland abhängig. Dieser Anteil soll noch im laufenden Jahr weiter sinken.
  • 5/29/20225:41:52 AM
    FDP fordert schnelle Einigung zu Sondervermögen

    Im Ringen um das geplante 100-Milliarden-Sondervermögen für die Bundeswehr dringt die FDP auf mehr Tempo. 
    Das Sondervermögen muss vor der Sommerpause ins Grundgesetz, weil wir sonst viel Zeit verlieren.
    Alexander Müller, verteidigungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion
    Heute Abend wollen Vertreter der Ampelkoalition und der Union ihre Verhandlungen dazu fortsetzen. Ob es ein Ergebnis gibt oder danach noch weiter verhandelt wird, muss sich zeigen.

    Bundeskanzler Olaf Scholz hatte das Sondervermögen nach Russlands Angriff auf die Ukraine angekündigt. Da dazu eine Grundgesetzänderung vorgenommen werden soll, ist die Ampel auf die Unterstützung der Unionsfraktion angewiesen.
    • Die Bundeswehr beteiligt sich an einem Nato-Manöver Anfang Mai in der Nähe von MÜnster.Morris MacMatzen/Getty ImagesDie Bundeswehr beteiligt sich an einem Nato-Manöver Anfang Mai in der Nähe von MÜnster.Morris MacMatzen/Getty Images
  • 5/28/202211:02:21 PM
    Deutschland registriert mehr als 350.000 ukrainische Staatsbürger

    In Deutschland tritt in wenigen Tagen der Grundsicherungs-Anspruch für ukrainische Geflüchtete in Kraft. Bereits jetzt sind einem Zeitungsbericht zufolge 352.545 ukrainische Staatsangehörige und 12.371 Drittstaatsangehörige mit biometrischen Daten registriert worden. Das teilte das Bundesinnenministerium auf eine Anfrage der Bild am Sonntag mit. Laut der Bundesagentur für Arbeit haben sich Stand Freitag 44.000 Ukrainer bei den Jobcentern als Arbeit suchend gemeldet
  • 5/28/202210:00:19 PM
    Ukraine berichtet von Toten und Verletzten nach russischen Angriffen

    Bei Angriffen auf ukrainische Orte sind den Behörden zufolge mehrere Zivilisten getötet oder verwundet worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte dies "sinnlose, barbarische Angriffe" mit Raketen und Mörsern. Die ukrainische Armee teilte mit, russische Angriffe abgewehrt zu haben. Dabei seien 33 "Okkupanten" getötet und sechs gepanzerte Fahrzeuge zerstört worden. Die Angaben sind nicht unabhängig zu prüfen.

    Besonders umkämpft war weiter die Großstadt Sjewjerodonezk im Donbass. Nach Angaben des Gouverneurs von Luhansk, Serhij Hajdaj, ist die Stadt weiter unter ukrainischer Flagge. Er widersprach damit Berichten aus Russland, Sjewjerodonezk sei vollständig eingenommen.

    In der von Russland eroberten Hafenstadt Mariupol warnte Bürgermeister Wadym Bojtschenko unterdessen vor dem Risiko von Infektionskrankheiten. Kanalisation und Müllabfuhr funktionierten nicht mehr, zudem stiegen die Temperaturen.
  • 5/28/20229:57:02 PM
    Ukrainischer Präsident spricht sich für internationale Einstufung Russlands als Terrorstaat aus

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland eine Politik des Terrors vorgeworfen. In einer Videoansprache forderte er die Einstufung Russlands als Terrorstaat. Dies spiegele die tägliche Realität wider, die Russland mit seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine geschaffen habe "und sehr viel weiter nach Europa tragen" wolle. "Und das muss rechtlich verankert werden", fügte Selenskyj hinzu.
    Ich werde die Welt immer wieder daran erinnern, dass Russland endlich offiziell als Terrorstaat, als Förderer des Terrorismus, anerkannt werden muss.
    Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine
    Er wolle sich zu Wochenbeginn an die Teilnehmenden des EU-Sondergipfels in Brüssel wenden und dann auch darüber sprechen. "Terror auf dem Gebiet der Ukraine. Terror auf dem Energiemarkt in Europa, nicht nur in unserem Land. Terror auf dem Lebensmittelmarkt, und zwar weltweit. Und welcher Terror wird als Nächstes kommen?" Nur gemeinsam könnten die Europäer die Politik eines solchen Staates stoppen.

    Das ukrainische Parlament stufte Russland im April als Terrorstaat ein. "Die Russische Föderation ist ein Terrorstaat, eines der Ziele des politischen Regimes ist der staatliche Genozid des ukrainischen Volkes, die physische Auslöschung, die massenhafte Ermordung der Bürger der Ukraine", heißt es in dem Gesetz.
  • 5/28/20229:22:23 PM
    Wolodymyr Selenskyj sieht Ukraine bald technologisch überlegen

    Die Ukraine nähert sich Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge dem Punkt, an dem sie Russland technologisch und bezüglich der Angriffsmöglichkeiten überlegen ist. "Natürlich hängt viel von unseren Partnern ab und ihrer Bereitschaft, die Ukraine mit allem zu versorgen, was zum Schutz der Freiheit benötigt wird", sagt Selenskyj in einer Videobotschaft. "Ich erwarte dazu gute Nachrichten in der kommenden Woche", fügte er hinzu und nannte aber keine Einzelheiten.
  • 5/28/20228:57:37 PM
    Selenskyjs Berater fordert Lieferung von Raketenwerfern

    Die Ukraine fordert den Westen zur Lieferung fortschrittlicher Mehrfachraketenwerfer mit hoher Reichweite auf. "Wenn der Westen wirklich den Sieg der Ukraine will, ist es vielleicht Zeit, uns MLRS zu geben?“, fragte Mychajlo Podoljak, Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj, auf Twitter.
     
    MLRS sind in den USA hergestellte Artilleriesysteme. Die US-Regierung zieht offenbar in Erwägung, solche Mehrfachraketenwerfer mit hoher Reichweite in die Ukraine zu schicken. Die Artilleriesysteme MLRS und HIMARS können Geschosse über maximal 300 Kilometer abfeuern, berichtete CNN unter Berufung auf mehrere Beamte der US-Regierung.
     
    "Es ist schwer zu kämpfen, wenn man aus einer Entfernung von 70 Kilometern angegriffen wird und nichts hat, womit man sich wehren kann“, beklagte Podoljak. Die Ukraine könne Russland "hinter den Eisernen Vorhang“ zurückbringen. "Aber dafür brauchen wir wirksame Waffen. Hier und jetzt.“
  • 5/28/20227:01:42 PM
    Selenskyj: Können nicht gesamtes Staatsgebiet mit Gewalt zurückholen

    In einem TV-Interview hat Wolodymyr Selenskyj sich zur Zukunftsperspektive der Krim geäußert. Der Präsident der Ukraine vermutet, dass das von Russland in den vergangenen Jahren eingenommene Staatsgebiet nicht komplett mit Gewalt zurückgeholt werden könne. "Ich glaube nicht, dass wir unser gesamtes Territorium mit militärischen Mitteln zurückgewinnen können", sagte er in einem Interview, das sein Büro in voller Länge ins Internet gestellt hat. 
    Ich glaube nicht, dass wir unser gesamtes Territorium mit militärischen Mitteln zurückgewinnen können.
    Wolodymyr Selenskyj
    Bei einem solchen Vorgehen würden Hunderttausende Menschen getötet. Russland hatte 2014 die Krim annektiert.
  • 5/28/20226:59:54 PM
    Der Überblick am Abend:

    Das russische Militär behauptet, die Kontrolle über die Kleinstadt Lyman erlangt zu haben. Unterdessen wird im Osten des Landes um die letzten Gebiete in Luhansk gekämpft, die noch vom ukrainischen Militär gehalten werden – Sjewjerodonezk und Lyssytschansk. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, die Situation im Osten sei schwierig, er zeigte sich aber hoffnungsvoll, dass sein Land mithilfe westlicher Waffen und Sanktionen siegen könne. Der französische Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzler Olaf Scholz haben mit Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Telefonat über die Wiederaufnahme von Gesprächen mit der Ukraine gesprochen.

    Lesen Sie die wichtigsten Nachrichten des Tages nach:
  • 5/28/20226:17:33 PM
    Putin hebt Altersgrenze für russische Rekruten auf

    Russlands Präsident Wladimir Putin hat ein Gesetz unterzeichnet, das die bislang bestehende Altershöchstgrenze von 40 Jahren für neue Rekruten der russischen Armee aufhebt. Die Duma, das russische Parlament, hatte der Initiative am Mittwoch zugestimmt. Mit der neuen Regelung will Russland offenbar seine schweren Verluste in den ersten drei Kriegsmonaten teilweise kompensieren.
    • Ein russischer Soldat patrouilliert im Wasserkraftwerk Kachowka.AP/dpaEin russischer Soldat patrouilliert im Wasserkraftwerk Kachowka.AP/dpa
  • 5/28/20225:55:50 PM
    Russland bereitet offenbar Annexion von besetzten Städten vor

    In von Russland eingenommenen Städten in der Ukraine wird nach ukrainischen Behördenangaben die Anbindung an Russland vorangetrieben. Vom Kreml installierte Vertreter hätten mit der Ausstrahlung russischer Nachrichtensendungen begonnen, russische Schullehrpläne würden eingeführt und es würden andere Schritte unternommen, um die Gebiete zu annektieren, hieß es.

    Die russische Nachrichtenagentur Ria Novosti zitierte den von Russland eingesetzten stellvertretenden Verwaltungschef Kirill Stremoussow in der ukrainischen Region Cherson damit, dass in von Russland dort gehaltenen Gebieten die Moskauer Zeit eingeführt worden sei. 
  • 5/28/20225:35:38 PM
    Show am Brandenburger Tor als Zeichen gegen Krieg in der Ukraine

    Am Brandenburger Tor in Berlin soll morgen eine Benefizshow für die Ukraine stattfinden. Neben Auftritten von Musikern, wie den diesjährigen Gewinnern des Eurovision Song Contests, dem Kalush Orchestra aus der Ukraine, sind auch Videobotschaften von Präsident Wolodymyr Selenskyi und internationalen Regierungschefs geplant. Auch Bundeskanzler Olaf Scholz wird zu sehen sein. Nach Angaben der ukrainischen Botschaft werden die Brüder Wladimir und Vitali Klitschko in die Show zugeschaltet. 

    Der TV-Spendenmarathon soll zeitgleich in der Ukraine stattfinden und im Fernsehen übertragen werden. Die Spenden sollen der medizinischen Ausrüstung für Krankenhäuser in der Ukraine zugutekommen. 
  • 5/28/20225:22:35 PM
    Raketenangriff auf Solarkraftwerk in der Region Charkiw

    Ein Fotograf der Nachrichtenagentur Reuters berichtet von schweren Schäden an einem Solarkraftwerk in der Region Charkiw. Offenbar sei die Anlage von einer Rakete getroffen worden. Der ukrainische Generalstab hat mehrere russische Angriffe auf Gemeinden und Infrastruktur-Einrichtungen in der Region gemeldet.
    • Der Krater inmitten der Solarpanels zeigt den Raketentreffer bei dem russischen Angriff in der Region Charkiw.Bild: Ivan Alvarado/ReutersDer Krater inmitten der Solarpanels zeigt den Raketentreffer bei dem russischen Angriff in der Region Charkiw.Bild: Ivan Alvarado/Reuters
  • 5/28/20225:18:34 PM
    Flucht aus Lyssytschansk: "Zu gefährlich, dort zu bleiben"

    Flüchtlinge aus Lyssytschansk haben einem AP-Reporter die Lage in der von Russland angegriffenen ukrainischen Stadt in der Region Luhansk im Donbass beschrieben. Sie schilderten verstärkten Beschuss, insbesondere in der zurückliegenden Woche. Es sei unmöglich gewesen, die Schutzräume in den Kellern zu verlassen.
    Die Ukrainerin Janna Skakowa berichtete, sie sei am Freitag mit ihren beiden kleinen Söhnen aus der Stadt geflüchtet. Ihr Mann sei zurückgeblieben, um sich um das Haus zu kümmern und die Tiere zu versorgen: "Es ist zu gefährlich, jetzt dort zu bleiben.“
     
    Die Kämpfe um Lyssytschansk und das nahe gelegene Sjewjerodonezk dauern an. Die beiden Städte sind die letzten beiden größeren Gebiete in der Region Luhansk, die noch von ukrainischen Kräften kontrolliert werden.
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