Was in Kasachstan passiert, ist eine Entwicklung, die Wladimir Putin so gar nicht leiden kann: In einer früheren Sowjetrepublik, die der russische Präsident noch immer zur Einflusssphäre seiner Macht rechnet, wackelt das befreundete Regime.

Statuen des 2019 als Präsident abgetretenen, aber im Schatten der Regierung weiter herrschenden Langzeitautokraten Nursultan Nasarbajew haben die Demonstrierenden bereits einige gekippt. Seine Rolle als "Führer der Nation" steht zur Disposition, nachdem Präsident Kassym-Schomart Tokajew ihm den Vorsitz des Sicherheitsrats abgenommen hat – und damit die Kontrolle über die Sicherheitskräfte.