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Guten Morgen! Bundeskanzler Scholz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin telefoniert, Arbeitsminister Heil schlägt ein Klimageld vor und Real Madrid gewinnt die Champions League. 

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© Yasuyoshi Chiba/​AFP/​Getty Images

Die Lage in der Ukraine

Bundeskanzler Olaf Scholz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben Wladimir Putin in einem Telefonat zu direkten Verhandlungen mit Wolodymyr Selenskyj aufgefordert. Der russische Präsident warnte Deutschland und Frankreich vor weiteren Waffenlieferungen an die Ukraine.

Präsident Selenskyj hält die vollständige Rückeroberung des besetzten ukrainischen Staatsgebiets für unmöglich. Das hätte den Tod Hunderttausender zur Folge, sagte er in einem TV-Interview. 

Russland behauptet, es habe die ostukrainische Stadt Lyman vollständig eingenommen.

Der frühere ukrainische Präsident Petro Poroschenko ist nach eigenen Angaben an der Ausreise gehindert worden. Er sieht dadurch den innenpolitischen Frieden aufgekündigt.

Alle aktuellen Entwicklungen finden Sie in unserem Liveblog.

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Wer weniger als 4.000 Euro brutto pro Monat verdient, soll ein jährliches Klimageld erhalten. Das sieht ein Vorschlag von Arbeitsminister Hubertus Heil vor.

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Triangle of Sadness hat beim Filmfestival in Cannes die Goldene Palme gewonnen. Die Farce des Schweden Ruben Östlund erzählt von seekranken Superreichen, deren Luxuskreuzfahrt in Schieflage gerät, als ihre Jacht von Piraten überfallen wird.

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Real Madrid hat den FC Liverpool besiegt und zum ersten Mal seit 2018 wieder die Champions League gewonnen.

Bemerkenswert

Noch etwas Zeit am Frühstückstisch? Diese Texte empfehle ich Ihnen.

© Jędrzej Nowicki für ZEIT ONLINE

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Als Russland Kiew angriff, flutete die ukrainische Armee das Dorf Demydiw, um die Hauptstadt zu schützen. Mein Kollege Christian Vooren war dort, wo die Russen vertrieben wurden, aber das Wasser und die Angst geblieben sind. 

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Menschliche Hybris zerstört die Erde und unser Zusammenleben. Doch ohne unseren Größenwahn werden wir uns nicht retten können, schreibt Thomas Assheuer. (Z+)  

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Schmerz im Gepäck: Beim Trauerwandern hat mein Kollege Jonas Weyrosta der Frage nachgespürt, wohin die Trauer einen Menschen führt und wohin der Mensch seine Trauer. (Z+) 

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Die Sex Pistols waren so berühmt wie berüchtigt. Wie Trainspotting-Regisseur Danny Boyle es geschafft hat, teils mit Laiendarstellern eine fantastische Miniserie über die Punkrockband zu drehen, beschreibt die BBC.

Wollen Sie uns hören?

Im Schwesterpodcast dieses Newsletters Was jetzt? geht es heute um Kolumbien, wo ein Ex-Guerillero gute Chancen hat, Präsident zu werden. Außerdem: Wie soll sich Deutschland nach den Xinjiang-Enthüllungen gegenüber China verhalten?      

Wir wünschen einen guten Tag!

Das war unser kurzer Überblick am Morgen. Redaktionsschluss war um 6.20 Uhr. Fehlt Ihnen etwas? Gefällt Ihnen etwas besonders gut? Schreiben Sie uns! Es würde uns auch freuen, wenn Sie uns weiterempfehlen. Der Newsletter lässt sich hier abonnieren.

Die nächtliche Vorarbeit haben Ulrike Putz in Yokohama und Christina Felschen in Leipzig übernommen. In Berlin wurden am frühen Morgen noch einmal die dicken Wollsocken aus der Schublade gekramt.