Die Handballerinnen des Thüringer HC haben den Einzug ins Endspiel des DHB-Pokals verpasst. Beim Final Four in Stuttgart unterlag das Team von Trainer Herbert Müller am Samstag im Halbfinale dem Titelverteidiger und Meister SG BBM Bietigheim trotz einer überzeugenden Vorstellung mit 28:32 (12:17). Vor 2036 Zuschauern zeichnete sich Kerstin Kündig mit acht Toren als beste Werferin der Thüringerinnen aus. Im Spiel um Platz drei treffen sie nun am Sonntag (12.30 Uhr) auf den Bundesliga-Dritten Buxtehuder SV, der sein Semifinale gegen den VfL Oldenburg überraschend mit 26:28 verlor.

Die Thüringerinnen begannen gegen den großen Favoriten unerschrocken und brillierten mit jenem Tempospiel, das sie bereits in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hatte. Nach 16 Minuten führte der Außenseiter mit 9:8, doch eine siebenminütige Schwächephase des THC nutzte Bietigheim aus, um den Rückstand in eine 12:9-Führung zu verwandeln.

Nach der Pause zeigten die Bietigheimerinnen, die in dieser Saison auch bereits den Titel in der European League gewannen, in der Offensive ihre ganze Klasse und setzten sich schnell bis auf 21:13 (37. Minute) ab. Der THC bewies jedoch große Moral und tastete sich auch dank toller Paraden von Torhüterin Laura Kuske bis auf 21:24 (48.) heran. In der Schlussphase fanden die Bietigheimerinnen ihren Rhythmus in der Offensive wieder und ließen den aufopferungsvoll kämpfenden Thüringerinnen keine Chance zur Wende mehr.

© dpa-infocom, dpa:220528-99-464799/2