Die Corona-Infektionslage in Niedersachsen hat sich bis zum Himmelfahrtstag weiter ein wenig entspannt. Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die allgemeine Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag bei 346,6. Am Vortag hatte der Wert 363,2 betragen, vor einer Woche war er mit 539,4 noch deutlich höher. Er gibt an, wie viele Neuansteckungen mit dem Coronavirus auf 100.000 Einwohner gerechnet binnen sieben Tagen registriert wurden.

Die Inzidenzstatistik allein liefert allerdings kein vollständiges Bild. Denn Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - auch weil nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur diese Tests zählen in den offiziellen Auswertungen. Zudem können Nachmeldungen positiver Tests oder Übermittlungsprobleme zur Verzerrung von Tageswerten führen.

An Wochenenden oder Feiertagen kommt es oft auch zu Verzögerungen bei der Weiterleitung der Daten. Für Niedersachsen wurde am Donnerstag kein neuer Wert zur sogenannten Hospitalisierungsinzidenz genannt. Diese Zahl, die die Neuaufnahmen von Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern nach einer Corona-Infektion pro 100.000 Einwohner misst, stand am Mittwoch bei 6,0. Die Belegung der zur Verfügung stehenden Intensivbetten im Land lag zuletzt bei 2,0 Prozent.

Laut aktuellen Angaben vom Donnerstagmorgen wurden in den niedersächsischen Kommunen 5729 neue Covid-19-Fälle erfasst. 16 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz meldeten die Landkreise Ammerland (647,1), Oldenburg (544,6) und Uelzen (525,0). Die niedrigsten Werte wiesen die Region Hannover (252,6), der Kreis Helmstedt (221,8) und die Stadt Wolfsburg (207,5) auf.

Im kleinsten Bundesland Bremen lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag bei 390,5 - das entsprach ebenfalls einem deutlichen Rückgang im Vergleich zur Vorwoche (498,4). Es wurden 275 neue Covid-19-Erkrankungen gemeldet, außerdem gab es einen Todesfall.

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