In Deutschland sind innerhalb eines Tages 4.640 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden zudem 166 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger gemeldet. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank auf 34,1. Vergangenen Donnerstag hatte das RKI noch 6.313 Neuansteckungen und 269 Todesfälle gemeldet.

Recherchen von ZEIT ONLINE ergaben hingegen leicht steigende Infektionszahlen: Demnach haben die Gesundheitsämter 4.947 Neuinfektionen registriert, 663 mehr als eine Woche zuvor. 187 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben, 114 weniger als am Mittwoch vor einer Woche. Die Daten von ZEIT ONLINE basieren auf den direkten Angaben der Landkreise und sind somit weniger stark von verzögerten Meldeketten betroffen als die Daten des RKI, daher können sie abweichen.

Mit Abstand die meisten Neuinfektionen auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte gab es nach den Daten von ZEIT ONLINE in Berlin, insgesamt 196 Fälle. Dahinter folgten München (Stadt) mit 90 sowie Frankfurt am Main (Stadt) und Köln (Stadt) mit je 75 Fällen. In 33 Kreisen wurden keine neuen Infizierten registriert, gestern galt dies noch für 82 der insgesamt 401 Kreise in Deutschland.

Die meisten Todesfälle registrierten die Gesundheitsämter im Kreis Anhalt-Bitterfeld (Sachsen-Anhalt): Dort sind 15 Menschen am Coronavirus gestorben. In Berlin und Mittelsachsen (Sachsen) starben je zwölf Menschen.

Diese interaktive Präsentation kann mit Ihrem Browser nicht dargestellt werden.
Lesen Sie die Übersicht zum Die Kennzahlen der Epidemie in einer optimierten Fassung.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.692.468 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird mit 88.940 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Mittwochnachmittag bei 0,83 (Vortag: 0,77). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 83 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Nach den Daten von ZEIT ONLINE sind bisher 36,5 Millionen Menschen in Deutschland mindestens einmal geimpft (43,9 Prozent), 15,6 Millionen (18,8 Prozent) von ihnen haben bereits den vollen Impfschutz.

Corona-Impfung - Wie Impfmythen für uns alle zum Problem werden können Zu schnell entwickelt, ein Geschäft für Big Pharma, viel zu riskant: Solche Bedenken und Mythen sind Teil der Impfdebatte. Was ist da wirklich dran? Ein Erklärvideo