Ein Jahr nach dem chaotischen Abzug der westlichen Truppen war die humanitäre Lage in Afghanistan ohnehin angespannt – das Erdbeben am Mittwoch stellt das von den militant-islamischen Taliban regierte Land nun vor große Schwierigkeiten.

Das Katastrophengebiet ist schwer zugänglich, Krankenhäuser schlecht ausgestattet. Die Taliban bitten Hilfsorganisationen und die Staatengemeinschaft daher um Hilfe bei der Suche und Bergung von Verletzten.

Die Zerstörung, vor allem in der Provinz Paktika, ist verheerend. Zwar war das Beben mit einer Stärke von 5,9 nicht besonders stark. Anders als in anderen Erdbebenregionen wird in Afghanistan aber nicht erdbebensicher gebaut.