Bist du schon viel zu oft mit schlechtem Gewissen aufgewacht und dachtest "Nie wieder!"? Fragst du dich, ob du zu viel trinkst, oder weißt du, dass du ein Problem hast?

Es ist Dry-January – trockener Januar, ein Monat ohne Alkohol also, den manche Menschen gerade machen, um den Silvesterabsturz auszugleichen, um dem guten Neujahrsvorsatz "weniger trinken" zu folgen oder als Detoxmaßnahme. Und natürlich auch, weil jede:r weiß, dass zu viel Alkohol nicht gut ist.

Denn während die Weltgesundheitsorganisation für Männer nicht mehr als einen halben Liter Bier pro Tag und für Frauen nicht mehr als ein kleines Bier empfiehlt, ist das in der Realität oft sehr schnell erreicht und überschritten – weil Alkohol sozial so akzeptiert ist oder weil alkoholische Getränke manchmal einfach zu gut schmecken. Außerdem scheint die Pandemie ein wenig benebelt am Abend leichter zu ertragen und weil es manchmal einfach erholsam ist, sich selbst ein wenig zu vergessen. Wir würden gerne von dir wissen: Machst du dir Gedanken über deinen Alkoholkonsum?

Hat sich dein Trinkverhalten während der Corona-Pandemie verändert und du fragst dich möglicherweise: Ist das nur eine schlechte Angewohnheit oder doch schon ein Problem? Aber "Alkoholproblem" klingt immer noch zu sehr nach "Leben nicht unter Kontrolle habe", als dass es dich wirklich betreffen könnte.

Vielleicht haben Freund:innen oder Bekannte dich auch schon einmal besorgt auf dein Trinkverhalten angesprochen und gefragt, "Willst du dir wirklich noch einen Wein bestellen?" oder "Meinst du nicht, dass es langsam reicht?" Solche Kommentare sind nicht unbedingt hilfreich, manchmal sogar verletzend, aber vielleicht haben sie dich auch zum Nachdenken gebracht: Trinke ich etwa zu viel? Und brauche ich Unterstützung oder komme ich da alleine wieder raus? Mit ein paar auferlegten Regeln zum Beispiel – nur noch am Wochenende oder in Gesellschaft trinken, keine Abstürze oder Kontrollverlust mehr. Kann das funktionieren?

Möglicherweise weißt du aber auch schon sehr genau, dass dein Alkoholkonsum mit der Zeit ein wenig außer Kontrolle geraten ist und du möchtest etwas ändern oder hast dir bereits Hilfe gesucht – bei einer Beratungsstelle oder einem:r Therapeuten:in.

Wir suchen deine Erfahrungen und Gedanken zu deinem Alkoholkonsum. Wie gehst du mit dem Gefühl um, zu viel zu trinken? Oder: Wie erlebst du die Welt um dich herum als Abstinenzler:in und was würdest du gerne anderen jungen Menschen raten, die immer mehr trinken, ohne darüber nachzudenken?

Bitte schildere uns deine Erfahrungen im Formular oder im Kommentarbereich. Alternativ kannst du auch eine E-Mail an [email protected] senden. Ausgewählte Beiträge möchten wir veröffentlichen, auf Wunsch gern anonym.