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© Moritz Küstner

Michael Thumann

Außenpolitischer Korrespondent, DIE ZEIT.
DIE ZEIT hat mich viel herumgeschickt. Seit Anfang 2021 leite ich als Außenpolitischer Korrespondent der ZEIT zum dritten Mal unser Moskauer Büro. Hier war ich schon 2014/15 und von 1996 bis 2001, um über Russland und die Staaten der ehemaligen Sowjetunion zu berichten. Zwischen 2014 bis 2020 begleitete ich aus Berlin die deutschen Außenminister und die Kanzlerin auf deren Reisen. Bis 2013 war ich Korrespondent der ZEIT für den Nahen und Mittleren Osten mit Sitz in Istanbul. Von 2002 bis 2007 koordinierte ich die außenpolitische Berichterstattung der ZEIT. Ich begann bei der ZEIT, als ich von 1992 bis 1996 über Südosteuropa und das im Krieg zerfallende Jugoslawien schrieb. Mein jüngstes Buch beschäftigt sich mit der Russland-Krise: „Der Neue Nationalismus. Wiedergeburt einer totgeglaubten Ideologie“, in dem ich Putins Weg in den radikalen Nationalismus beschreibe.

Da komme ich her

Ich bin in Hamburg aufgewachsen und in Berlin erwachsen geworden.

Dieses Ereignis hat mich journalistisch geprägt

Der Zusammenbruch der Sowjetunion und der Jugoslawienkrieg waren die historischen Ereignisse, die mich veranlassten, nicht an der Universität Historiker zu werden, sondern Journalist bei der ZEIT.

Transparenzhinweis

Mitglied im Beirat der Deutsch-Türkischen Jugendbrücke; im Deutsch-Russischen Forum e.V.; in der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V.

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