Die Auszeichnung der beliebtesten und damit meist verkauften Medikamente aus dem Selbstzahler-Markt ermöglichte eine Kooperation der ZEIT Verlagsgruppe mit dem Marktforschungspartner Statista. Für die erstmalige Auflistung diente das Kalenderjahr 2021 als Basis. Daten aus rund 6.000 Apotheken wurden für die repräsentative Erhebung herangezogen und mittels anerkannter statistischer Methoden auf die Gesamtheit der hierzulande öffentlichen – aktuell sind das knapp 18.500 – Apotheken hochgerechnet. Dabei wurde der gesamte Markt analysiert, also inklusive Onlinehandel.

Es wurden die 330 meistverkauften Produkte in 20 Kategorien im Jahr 2021 ausgezeichnet. Statista veröffentlicht weltweit etablierte Rankings und Toplisten mit hochkarätigen Medienpartnern.

Welche Medikamente wurden analysiert?

Es handelt sich um Arzneimittel, deren Wirkweise belegt ist, die aber ohne eine ärztliche Verschreibung zu erwerben sind, und zwar lediglich in Apotheken, nicht im Einzelhandel oder in Drogerien. Hintergrund: Anlässlich der Gesundheitsreform 2003 hat der Gesetzgeber besagte Medikamente von der Erstattungspflicht ausgenommen. Verbraucher müssen seitdem die Kosten für die Selbstmedikation mit diesen Produkten aus eigener Tasche begleichen, ohne Anspruch auf Ausgleich durch ihre gesetzliche Krankenversicherung. Das Marktvolumen ist hoch, nach Angaben von Statista beläuft sich der Gesamtumsatz in deutschen Apotheken mit diesen Präparaten im Jahr 2020 auf rund 4,5 Milliarden Euro.

Die Analyse der Arzneimittel fürs Ranking erfolgte in einem dreistufigen Prozess.

Zuerst wurden im riesigen Topf der über 100.000 behördlich zugelassenen Arzneimittel jene identifiziert, die rezeptfrei und nach dem Arzneimittelgesetz  apothekenpflichtig zu haben sind. Statista ermittelte in einem zweiten Schritt die meistverkauften Mittel und griff bei der Analyse auf bewährte Datenbanken von Insight Health und DatamedIQ zurück. Die aufgelisteten Einheiten beziehen sich auf den Verkauf über den Tresen (Offizin) und den Versandhandel. Die Auswertung erfolgte anhand der Darreichungsform. Als unterste Marge setzten die Analysten eine Mindestgrenze von 30.000 verkauften Einheiten. Es kristallisierten sich 330 meistverkaufte rezeptfreie apothekenpflichtige Arzneimittel heraus, die in 20 Kategorien einsortiert wurden. Diese Einteilung orientierte sich  an den enthaltenen Wirkstoffen und dem Klassifikationssystem ATC.

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