DIE ZEIT: Frau Premierministerin, nach zweijähriger Abschottung wegen der Pandemie ist Neuseeland wieder geöffnet. Sie besuchen nun ein Europa, das sich dramatisch verändert hat. Wie blicken Sie auf den Krieg in der Ukraine?

Jacinda Ardern: Als Inselstaat, der so sehr auf Handelsbeziehungen und Austausch mit anderen angewiesen ist, können wir nicht ausblenden, was anderswo auf der Welt geschieht. Im Krieg in der Ukraine erkennen wir eine unmittelbare Bedrohung der territorialen Integrität eines anderen Landes, der Demokratie und der regelbasierten Weltordnung, auf die auch Länder wie wir sich verlassen. Deshalb verurteilt Neuseeland die russische Invasion und unterstützt die Ukraine.