Der Bruch könnte krasser nicht sein. Draußen auf der Bülowstraße rauscht der Verkehr parallel zur Hochbahn vielspurig durch Schöneberg, um die Ecke wird man zu jeder Tageszeit mit dem wohl traurigsten Straßenstrich der Stadt konfrontiert, die echten Gangster und die Möchtegerngangster fahren in ihren hochglanzpolierten Autos vorbei, die Auspuffe brodeln und explodieren. Und dann öffnet sich elektrisch ein weißes Schiebetor in einer weißen Mauer, man tritt über eine Art Brücke in eine kleine Oase. Wasser plätschert, ein schilfbestandener Teich, dahinter Bambus meterhoch, eine Ente mit drei Küken gibt es hier auch. Es ist der Garten des neuen Kleinen Grosz Museums, das an diesem Wochenende eröffnet wird.