Dämmerlicht durchdringt den Raum. Im Dunkel zeichnet sich die Silhouette eines schlafenden Körpers ab. Draußen rauscht, flüstert die Stadt. Dann bricht etwas in die Stille: ein Knall, ein fremdes, gewaltiges Geräusch. Die Silhouette schreckt auf. Was ist das für ein Ton, woher kommt er? Die Stille legt sich wieder über den Raum, aber sie ist nun nicht mehr friedvoll, sondern gespannt, verletzlich.

Wir hören mit den Ohren von Jessica, einer Orchideenzüchterin, die nach Bogotá gekommen ist, um ihre Schwester zu besuchen. Tilda Swinton spielt diese Frau, die im Morgengrauen erwacht und fortan nicht mehr schlafen kann. Während sie sich durch die Stadt treiben lässt, ihrer Schwester am Krankenbett beisteht, sich mit einer Archäologin und einem Toningenieur anfreundet, Schränke für die Konservierung von Orchideen begutachtet, ist sie hier und zugleich an einem anderen Ort. Das seltsame, bedrohliche Geräusch verfolgt sie. Etwas hat sich in ihr Bewusstsein gegraben. Das Verlangen erwacht, dem Ton auf den Grund zu gehen.