Der vergangene Montag in Kopenhagen. Margrethe Vestager, 54, empfängt in der dänischen Vertretung der EU-Kommission. Hier, im Dachgeschoss, hat sie ein auffällig kleines Büro. Sie habe intensive Tage hinter sich, erzählt sie. In der Nacht von Freitag auf Samstag habe sie bis drei Uhr morgens über die letzten Details des zweiten neuen EU-Digitalgesetzes verhandelt. Es ist ihr bisher wichtigstes Projekt.

DIE ZEIT: Frau Vestager, was dachten Sie, als Sie hörten, dass Elon Musk Twitter kaufen will?

Margrethe Vestager: Ich war überrascht. Seine Herangehensweise war ein bisschen unorthodox. Er hat seine Follower schon über neue Twitter-Funktionen abstimmen lassen, bevor ihm die Plattform gehörte.