Am 21. Februar 2022 hat sich Wladimir Putin aus der geordneten Welt verabschiedet, buchstäblich mit einem präsidialen Federstrich. Viele quälende Wochen lang hatte der russische Präsident mal Redebereitschaft signalisiert, dann wieder Signale der Eskalation gesendet. Er riss die Welt mit sich in ein von Angst geprägtes Zwischenreich, ein Nirgendwo zwischen Ordnung und Regellosigkeit. In der Nacht von Montag auf Dienstag dieser Woche hat Putin sich dann für einen Weltzustand entschieden: die Anarchie. Und er hat sich für eine Sprache entschieden: die der Gewalt.