Es gibt da ja diesen Film Magnolia von Paul Thomas Anderson, der so fantastisch ist, dass selbst Menschen, die gerne andere Meinungen vertreten als der sogenannte Mainstream, in der Regel nicht anders können, als ihn zu lieben. Es ist ein Film, den junge Männer, die sich selbst "Cineasten" nennen, Frauen beim ersten Date nacherzählen, und außerdem blamiert man sich nie, wenn man ihn nennt, wenn man die saudämliche Frage, was denn der eigene Lieblingsfilm sei, gestellt bekommt. In Magnolia, der von einer Handvoll sehr unterschiedlicher Menschen an einem einzigen Tag in Los Angeles erzählt, tut Paul Thomas Anderson das, was er am besten kann: vermeintlich einfache Figuren in fast aufdringlich langen Kamerafahrten so lange zu verfolgen, bis sie sich selbst eingestehen müssen, dass sie komplexer sind, als die Welt es von ihnen erwartet.