Die Fünfkämpferin Annika Schleu wurde ungewollt berühmt, als das ihr zugewiesene Pferd Saint Boy beim Springreiten während der Olympischen Spiele in Tokio verweigerte. Nach zwei Disziplinen war Schleu auf Goldmedaillenkurs; der verzweifelte Versuch der Sportlerin, ihr Pferd nun mit der Gerte anzutreiben, schockierte Millionen Zuschauer. In den sozialen Medien wurde Schleu massiv beschimpft und bedroht. Wenige Stunden nach dem Vorfall sprach sie ausführlich mit der ZEIT über das Drama von Tokio. Doch die Wut im Netz ebbte nicht ab, der Deutsche Tierschutzbund erstattete Anzeige gegen die 31-Jährige. Nun, ein halbes Jahr später, erzählt Schleu, die gerade im Trainingslager in Südtirol ist, wie es ihr seither ergangen ist.