So viel Pomp, das kann nicht jeder. Aber Emmanuel Macron kann. Am vergangenen Freitag stieg der französische Präsident die Stufen des Panthéon in Paris empor und hatte Ursula von der Leyen, die Chefin der EU-Kommission, eng an seiner Seite. Es war eine Botschaft, nicht zuletzt an die Digitalkonzerne in den USA.

Gemeinsam schritten Macron und von der Leyen durch die marmorne Halle und gedachten jener Franzosen, die einst die Europäische Union mitgründeten. Es war ein symbolischer Akt, mit dem Macron zugleich seinen Anspruch demonstrierte: Im Januar hat er die EU-Ratspräsidentschaft übernommen und wird in den nächsten sechs Monaten die europäische Politik noch mehr prägen als sonst. Unter anderem will er Facebook und Google endlich stärker regulieren. Das strebt er seit Jahren an.