Es ist vier Wochen her, dass Kristina Birnkammer etwas komisch vorkam. Sie erzählt, wie immer mehr Menschen mit Grippe-Symptomen in ihre Hausarzt-Praxis kamen. Wie sie Tag für Tag mehr PCR-Tests machte. Wie sie fast alle Routineuntersuchungen absagte. Und wie am Ende einer Woche ein drei Zentimeter dicker Stapel DIN-A4-Blätter auf ihrem Tisch lag: Testbescheide, durchgefaxt aus dem Labor. Etwa 80 Prozent davon waren positiv. "Das war für uns ein schockierendes Ergebnis", sagt Birnkammer, "weil wir dieses Ausmaß in keiner vorherigen Welle hatten." Und weil sie gewusst habe, dass das in wenigen Wochen auch die Kliniken treffen würde.