Gute Ideen schaffen eine bessere Welt: Die ZEIT widmet sich im Jahr ihres 75. Geburtstags Erfindungen, Initiativen und Menschen, die uns weiterbringen können. Nach und nach stellen die unterschiedlichen Ressorts der Zeitung solche Ideen vor. In dieser Woche ist das Feuilleton an der Reihe: Zehn Autorinnen und Autoren erzählen von dem Buch, nach dessen Lektüre nichts mehr war wie zuvor.

Es gibt Bücher, die Gesellschaften verändern, und Bücher, die nur das einzelne Individuum umhauen. Um das Kapital oder die Bibel, also um revolutionäre Bücher der Weltgeschichte, geht es auf den folgenden Seiten nicht. An Heilsgeschichten glauben eh nur noch wenige, man hat zu schlechte Erfahrungen mit Menschheitsbeglückungen gemacht. Die großen Losungen sind schal, egal wie viel wieder demonstriert wird. Aber jeder kann doch ein Buch nennen, das sein kleines Leben revolutionierte, das ihn zerrüttete, ihm ein Lebensgefühl gab, das er zuvor nicht kannte – oder eben auf eine neue Idee brachte.