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Einkochen und Fermentieren: Noch frisch

Essen in Gläsern findet man nicht mehr nur bei den Großeltern in der Vorratskammer. Wie wurde es zum Trend? Von
DIE ZEIT Nr. 36/2020

Einkochen, einlegen, fermentieren: Lebensmittel haltbar machen, das kannten viele nur von den Großeltern oder von Menschen, die sich an den Krieg erinnern, an schlechte Zeiten, in denen man nichts hatte. Als es weder Kühlschrank noch ständig volle Supermarktregale gab und manches Obst und Gemüse ebenso kostbar wie verderblich war.

Heute ist das anders, und doch sieht man sie wieder häufiger: Gläser mit fermentiertem Kohl in den Küchenschränken. Menschen, die auf Instagram stolz ihr Eingemachtes präsentieren. Selbst Hipstercafés servieren pürierte Früchte an Müsli und Quinoaflocken im Glas, und selbst wenn das lediglich Dekoration ist, bleibt die Frage: Wie schaffte es Essen im Einmachglas zum Foodtrend? Und warum vermitteln die Bügelgläser mit Gummiring den Eindruck, ihr Inhalt wäre besonders gesund und nachhaltig?