Es regnet, seit Stunden schon. Draußen unter den steinernen Arkaden, immerhin vor Nässe geschützt, strömt das dauerberufstätige Turin vorbei. Es ist kein guter Tag für Flaneure. Mir ist das egal, ich flaniere nicht, ich trinke – und beobachte den Betrieb durch die teils beschlagene Scheibe des Caffè Al Bicerin. Dann wende ich mich wieder dem Wesentlichen zu: meinem Glaskelch. Er ist mit dunkler, dickflüssiger Schokolade gefüllt, obenauf Schlagsahne, darunter eine Schicht Espresso. Bicerin heißt diese Turiner Spezialität, und sie ist ganz nach meinem Geschmack.