Es ist kurz nach 14 Uhr an diesem Mittwoch im Juli, als sich der Bundespolizist Marcus Zaharanski auf die Lauer legt. Beziehungsweise: auf die Lauer parkt. Er will den Autobahnverkehr an der sächsisch-tschechischen Grenze überwachen. Und Fahrzeuge kontrollieren, die ihm verdächtig erscheinen.

Ob hier wohl Flüchtlinge unterwegs sind?

Gemeinsam mit seinem Kollegen sitzt Zaharanski da und starrt auf die A 17, die von Prag in Richtung Dresden verläuft. Fünf Minuten vergehen, zehn, zwölf. "Wir brauchen Geduld", sagt Zaharanski. Durchschnittlich 13.000 Autos rasen jeden Tag über die A 17, 6000 Lkw, 170 Busse. Ein irrsinniger Verkehr. Wie entscheidet er, was ihm verdächtig erscheint? "Ich habe da ein Bauchgefühl entwickelt", sagt Zaharanski.