"Bin ich pünktlich?", fragt Loredana Lopez, als sie an diesem kalten Winterabend ins Restaurant Certo beim Zürcher Stauffacher eilt. Ihr Ehemann Enzo Vitale sitzt bereits am Tisch und grinst: "Zwei Minuten zu spät!"

Die beiden Akademiker gehören zu einer neuen Generation von Italienern, die seit bald zehn Jahren in die Schweiz ziehen.

Nicht die Not treibt die Ingenieure, Professorinnen, Informatiker und Ärzte aus den Abruzzen, aus Lecce oder Neapel in den Norden. Nein, die neuen Italiener kommen, um hier in der Schweiz Karriere zu machen – oder den Grundstein für eine Laufbahn zu legen. Das zeigt die Statistik.