Die Deutsche Polizeigewerkschaft wittert bereits ein Sicherheitsrisiko, die SPD-Opposition in Hamburg mahnt an, dass der Bund für mehr als nur einen Teil der Kosten, geschätzt sechsstellig, aufkommen müsse. Und Innensenator Heino Vahldieck (CDU), bis vor Kurzem Leiter des Landesverfassungsschutzes, spricht von einer "schweren Bürde" und kündigt an, den "Neubürger, den Hamburg sich nicht ausgesucht hat", seitens der Sicherheitsbehörden in "enge Manndeckung" zu nehmen.

Mit Ayman al-S. kommt unter größter Geheimhaltung einer jener zwei Häftlinge aus dem US-Gefangenenlager Guantánamo nach Hamburg , die Deutschland nach jahrelangen Diskussionen aufzunehmen bereit ist. Den zweiten Häftling wird Rheinland-Pfalz aufnehmen. Auf die beiden Bundesländer, so viel lässt sich aus den Informationen schließen, die es bislang über die Männer gibt, kommt jeweils ein äußerst schwieriger Resozialisierungsfall zu – aber wohl kein Sicherheitsproblem. Doch je näher die Ankunft rückt, desto mehr dreht sich in der öffentlichen Wahrnehmung reflexhaft fast alles um Fragen wie: Welche "Privilegien" genießen diese Männer? Was kostet das alles? Und wie gefährlich sind sie noch?