Der Abschied steht Ole von Beust deutlich vor Augen. Am Ende eines langen Gesprächs, das von den vergangenen neun Jahren handelte, davon, wie er sich verändert hat, was er von den Eliten seiner Stadt hält, warum er linker und grüner geworden ist und vor allem, warum er sich für eine Schulreform schlägt, die viele seiner Wähler in Hamburg als einen persönlichen Affront empfinden, am Ende also erzählt Ole von Beust von seinem Vater.

Mehr als 20 Jahre lang war Achim-Helge Freiherr von Beust Bezirksbürgermeister im Hamburger Stadtteil Wandsbek. Ein leidenschaftlicher Kommunalpolitiker, der sich auch nach vielen Jahren noch für jeden Bebauungsplan begeistern konnte. Aber als er pensioniert wurde, war es von einem auf den anderen Tag vorbei. Er kaufte sich ein Wohnmobil, reiste durch Europa, lehnte jedes Ehrenamt ab und hat das Bezirksamt, dem er 20 Jahre lang vorstand, fortan nicht mehr betreten. Alles hat seine Zeit.