Juan Perón steuert auf das erstaunlichste Comeback in der lateinamerikanischen Geschichte zu. Sechzehn Jahre, nachdem er mit Schimpf aus dem Lande gejagt worden war – einen bankrotten Staat hinter sich lassend –, steht er an der Schwelle zur neuen Präsidentschaft. Kein anderer Kandidat hätte Chancen, den 77jährigen zu schlagen.

Am Wochenende gab Perón bekannt, daß er für das höchste Staatsamt kandidieren werde, nachdem Hector Cämpora nach nur siebenwöchiger Amtszeit zurückgetreten ist.

Cámpora hatte sich von Anbeginn nur als Platzhalter für Perón verstanden, der selber – damals noch im spanischen Exil – zur Kandidatur nicht zugelassen worden war. Doch es erwies sich rasch, daß der 64jährige Zahnarzt die Probleme nicht meistern konnte. Das liegt vor allem an den schweren Richtungskämpfen unter den Peronisten selbst.